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Das Copyright, das Ursprungsrecht und das Verwertungsrecht des Buches bleiben grundsĂ€tzlich beim Autor. FĂŒr eine mediale Verwendung von TeilauszĂŒgen des Buches geben Sie bitte wie ĂŒblich die Quelle an.

 

Vorwort

Die vorliegende Buch-Informationsseite ist eine Erweiterung der ehemaligen Internetseite www.2035-der-Mensch-schafft-sich-ab.de

Sie können nach wie vor auf dieser Seite den grĂ¶ĂŸten Teil der Abhandlungen aus der vorhergehende Internetseite kostenlos lesen. In der Inhaltsangabe des Buches finden Sie die Titel von weiteren Abhandlungen, die nicht verlinkt sind, so dass auch der entsprechende Text nicht zur VerfĂŒgung steht. Sie können das Buch mit allen enthaltenen Abhandlungen am Ende dieser Seite bestellen.

Die Abhandlungen wurden in den letzten Monaten laufend verbessert und aktualisiert. Dadurch hat sich ein Klappentext herauskristallisiert, der die Intention des Buches zusammenfasst und als Vorwort gut geeignet ist:

Das vorliegende Buch analysiert die gegenwĂ€rtige globale Kultursituation in einer ungeschminkten Weise und fĂŒhrt die immer mehr aus dem Ruder laufenden Kulturentwicklungen auf ihre jeweiligen Ursachen zurĂŒck. Dadurch kommt das Buch zu dem Schluss, dass die vor 5000 Jahren durch die Erfindung der Sklaverei entstandene Standeskultur beendet werden muss, da sie die zwischenmenschlichen Beziehungen auf eine grundsĂ€tzliche Weise vergiftet. Diese Vergiftung hat sich seit der Industrialisierung derart potenziert, dass der Mensch heute im Begriff ist, seine biologische ZurechnungsfĂ€higkeit zu verlieren. Es ist daher an der Zeit fĂŒr den Menschen, ĂŒber eine neue Kulturkonstitution nachzudenken, welche die soziale Natur des Menschen und das Leben auf der Erde in einer gebĂŒhrenden Weise respektiert.

ZusĂ€tzlich zu den Buchabhandlungen finden Sie am Ende der Internetseite Aktuelle Artikel ĂŒber die jĂŒngsten politischen Entwicklungen.
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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

  1. Das Narrativ der 5000 Jahre alten Standeskultur
  2. Der Kapitalismus und die soziale Degeneration
  3. Der ökonomische Neoliberalismus und der politische Feminismus
  4. Die Agenda 2030
  5. Die Partei der GRÜNEN als Brennpunkt des ökonomischen Neoliberalismus und des politischen Feminismus
  6. Die deutsche Vergesslichkeit
  7. Die Gefahren der EU fĂŒr den heutigen EuropĂ€er
  8. Die Natur des Menschen
  9. Die Erziehungsmethoden der Standeskultur und ihre Folgen
  10. Die Identifikation mit dem Aggressor - ein regelrechter Motor der Standeskultur
  11. Die von der Standeskultur verursachten psycho-sexuellen Verletzungen des Menschen
  12. Die kulturbedingten Suchtentwicklungen des Menschen
  13. Die traditionelle Religion und ihre destruktive Wirkung auf die heutige Kulturorganisation
  14. Das idealistische Konzept der AuserwÀhltheit
  15. Die Probleme mit der Panik und mit der allergischen Reaktion
  16. Das schnelle intuitive Denken und das langsame analytische Denken

Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Nachwort

ZusÀtzliche aktuelle Artikel

 

Einleitung

WĂ€hrend sich der Mensch mit relativ ungreifbaren Problemen wie dem Corona-Virus und der KlimaerwĂ€rmung auseinandersetzt, verwandelt er die Erde in einer fortschrittlichen Weise in eine AgrarwĂŒste, in eine BetonwĂŒste und in ein ProblemmĂŒlldepot. Dadurch ignoriert der Mensch die existenziellen Problemstellungen, fĂŒr die er in einer eindeutigen Weise verantwortlich ist und tĂ€uscht sich darĂŒber hinweg, dass er im Begriff ist, die Kultur in eine widernatĂŒrliche Megamaschine zu verwandeln. Alle positivistischen Vorstellungen von einer glorreichen technischen Zukunft verdrĂ€ngen daher in einer gefĂ€hrlichen Weise, dass die gegenwĂ€rtige kapitalistische Standeskultur den Menschen und die Natur in einer fortschrittlichen Weise ĂŒberfordert und ĂŒberlastet.

FĂŒr diese Entwicklung ist nicht nur die Interessengemeinschaft der heutigen „Herrenmenschen“ verantwortlich. Die Beziehungskonstitutionen der traditionellen Kultur, die durch eine absolutistische Kasteneinteilung der Menschen bestimmt sind, halten sich mit einer unsichtbaren Gewalt der sado-masochistischen Art (TĂ€ter-Opfer-Beziehung) aufrecht und sorgen fĂŒr eine stĂ€ndige seelische und geistige Vergiftung der Gesellschaft.

 

Das Narrativ der 5000 Jahre alten Standeskultur

Wie wir heute wissen, organisieren sich das Universum und die Natur der Erde auf eine relative Weise. Damit ist die Standeskultur zwangslĂ€ufig ein ĂŒbernatĂŒrliches Produkt des Menschen, da die Klasseneinteilungen nicht wie die sozialen Ordnungen der Tiere relativ, sondern absolutistisch konstituiert sind. Die Erfindung der Standeskultur hat daher dazu gefĂŒhrt, dass sich der Mensch durch eine ĂŒbernatĂŒrliche Selbstorganisation von der Natur abgetrennt hat und „sĂŒndig“ geworden ist.

Da sich der Mensch nicht nur durch eine besondere Sozialnatur, sondern auch durch eine besondere FĂ€higkeit zur freiheitlichen Lebensgestaltung auszeichnet, wurde durch die Erfindung der Sklaverei eine absolutistische kulturelle Einteilung der Menschen in StĂ€nde, Kasten oder Klassen unabdingbar. Der dadurch entstehende „Herrenmensch“ hat die Standeseinteilung der Gesellschaft durch eine militĂ€rische Streitmacht und durch eine beĂ€ngstigende Religion abgesichert. Dadurch ist es ihm gelungen, die „einfachen“ Menschen auf Dauer in ihren jeweiligen gesellschaftlichen StĂ€nden gefangen zu halten.

Bis heute ist dem Menschen nicht hinreichend bewusst geworden, dass die Konstitution einer absolutistischen hierarchischen Standesgesellschaft die besondere soziale und freiheitliche Natur des Menschen erheblich verletzt. Seit etwa 5000 Jahren entwickelt der Mensch dadurch innerhalb seiner jeweiligen Standeskultur entsprechend verzerrte, destruktive Weltanschauungen und Verhaltensweisen. Was wir heute erleben, ist daher der vorlĂ€ufige Höhepunkt einer fortschrittlichen asozialen und widernatĂŒrlichen Fehlentwicklung der Standeskultur in den letzten 5000 Jahren.

Die aus der Erfindung der Sklaverei und der Standeskultur resultierende Trennung des Menschen von der Natur war dem frĂŒhen Kulturmenschen durchaus bewusst, da das griechische Wort fĂŒr SĂŒnde durch ein „sich abtrennen von ...“ definiert wurde. Da der Mensch seine Trennung von der Natur im Lauf der Kulturgeschichte immer weiter intensiviert hat, hat sich der Mensch mit dem Vollzug der Industriellen Revolution schließlich auf eine hierarchische Weise ĂŒber die Natur der Erde erhoben, um das Leben auf der Erde zunehmend auf eine absolutistische Weise zu beherrschen.

An diesem ĂŒbernatĂŒrlichen Streben und an der Einteilung der Menschen in absolutistische gesellschaftliche Klassen, hat sich bis heute nichts geĂ€ndert, so dass sich die gegenwĂ€rtige Kultur durch eine sich zunehmend intensivierende „Teile und Herrsche“ Politik organisiert. Diese Kulturpolitik setzt sich seit ca. 20 Jahren vor allem durch eine neoliberale Medienpolitik durch, die sowohl die Gesellschaft als Ganzes als auch das Denken und FĂŒhlen des Einzelnen in einer regelrechten Weise vergiftet und spaltet. Wer diese Spaltung als eine Frucht der traditionellen Standeskultur begreifen kann, der kann auch in einer hinreichenden Weise nachvollziehen, wie umfassend die Standeskultur das „Schicksal“ des Menschen seit 5000 Jahren bestimmt.

Die heute fĂŒr die Aufrechterhaltung der Standeskultur angewandten Mittel bestehen vor allem in einer kalten Politik, einer kalten Ökonomie und einer kalten BĂŒrokratie, die den Menschen jeweils in einer „selbstverstĂ€ndlichen“ Weise vereinnahmen und keine nachhaltige Empathie fĂŒr irgendein Lebewesen der Erde generieren. Die Konstitution der heutigen Standeskultur ist daher weniger denn je mit der besonderen sozial-symbiotischen Natur des Menschen vereinbar, die sich im Lauf von ca. 500.000 Jahren durch einen natĂŒrlichen Evolutionsprozess entwickelt hat und die der Mensch nicht ohne Folgen einfach „verbessern“ kann.

Die Schwierigkeiten, die der Einzelne heute mit seiner traditionellen Standeskultur hat, sind daher von grundsĂ€tzlicher Art, da es keine Anpassung des Einzelnen an die traditionelle Standeskultur gibt, die nicht asoziale und widernatĂŒrliche „Nebenwirkungen“ zur Folge hat. Es spielt daher auch keine Rolle, welche PlĂ€ne und Strategien die Kulturkinder und Erwachsenen jeweils verfolgen, um das fĂŒr ihre eingeborene Sozialnatur notwendige SicherheitsgefĂŒhl zu erreichen - stets verhindert die absolutistische und hierarchische Konstitution der Standeskultur eine ausreichende StabilitĂ€t der zwischenmenschlichen Beziehungen. Dadurch ist fĂŒr den Kulturmenschen ein stĂ€ndiger elementarer Mangel an sozialer Geborgenheit obligatorisch geworden, so dass der heutige Mensch trotz eines materiellen Luxuslebens keine innere Zufriedenheit erreichen kann.

Durch die Industrielle Revolution und durch die BegrĂŒndung einer kapitalistischen Ökonomie hat sich der Mensch innerhalb der modernen Standeskultur eine materielle Lebensversicherung erzeugt, die dem Kulturmenschen eine scheinbare Ersatzlösung fĂŒr seine mangelhafte soziale Lebensversicherung ermöglicht. Es stellt sich heute jedoch immer deutlicher heraus, dass diese Ersatzversicherung den Menschen in eine Konsumsucht gefĂŒhrt hat, die langsam aber sicher die menschliche Natur und die Natur der Erde ĂŒberfordert.

Bis jetzt hĂ€lt der Mensch in einer hartnĂ€ckigen Weise an seiner materiellen Lebensversicherung fest und sammelt durch eine zunehmend effektiver werdende Arbeits- und Konsummaschinerie immer mehr materiellem Reichtum an. Dadurch stellt sich der Mensch fĂŒr die Folgen seines ĂŒbernatĂŒrlichen Konsums in einer geradezu professionellen Weise blind. Diese Betriebsblindheit tendiert dazu, immer willkĂŒrlicher und bodenloser zu werden, so dass der Mensch heute „offenen“ Auges den Prozess einer schleichenden gesellschaftlichen und biologischen Selbstzerstörung in Kauf nimmt.

Es ist daher wichtig, dass der Mensch diese Entwicklung auf die Erfindung der Sklaverei und der Standeskultur zurĂŒckfĂŒhren kann, damit er sich in einer wirksamen Weise helfen und von einer widernatĂŒrlichen Kulturorganisation befreien kann.

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Der ökonomische Neoliberalismus und der politische Feminismus

Aus der Sicht der „Interessen“ der heutigen Herrenmenschen ist die „optimale“ Standeskultur dann erreicht, wenn die Familien in ihren Wohnungen selbstbezogen und weitestgehend isoliert von anderen Familien leben. Die dafĂŒr angestrebte digitale Welt eines „Home-Shopping“ und eines „Home-Office“, fĂŒr die eine zukĂŒnftige Überwachung durch eine „mitteilsame“ Medientechnik möglich ist, stellt die „optimale“ Vision einer „perfekten„ Standeskultur dar. Durch die Einrichtung einer direkten Vernetzung des einfachen Menschen mit der staatlichen Exekutive und den Wirtschaftskonzernen (z.B. Amazon), kann in der „integrierten“ Wohnung ein besonderes Familienuniversum entstehen, das in Bezug auf eine zentralisierte KulturautoritĂ€t durch eine Beziehungsnorm von Allmacht und Ohnmacht geprĂ€gt ist.

Diese Agenda einer „schönen neuen digitalen Welt“ hat vor allem durch die jĂŒngste Corona-Politik eine erste kulturelle Konsolidierung erreicht. Die aggressive politische Isolierung des Menschen vom Menschen und die zunehmende Organisation der materiellen Selbstversorgung ĂŒber das Internet hat in ideologischer und emotionaler Hinsicht eine spĂŒrbare kulturelle Wandlung erzeugt. Die dadurch erreichte „fortschrittliche“ Anpassung der Menschen an die Agenda 2030 hat zu einer zunehmenden Fixierung der Menschen auf die materiellen Lebensaspekte und zu einer VernachlĂ€ssigung der seelischen und geistigen Lebensaspekte gefĂŒhrt. Dadurch ist der moderne Mensch relativ unbemerkt in die Gefahr geraten, zu einer seelenlosen HĂŒlle zu werden, die kulturellen Befehlen und „SachzwĂ€ngen“ bereitwillig nachkommt und das eigene Kulturverhalten fĂŒr die Sicherung des materiellen Lebenserhalts auf eine unhinterfragte Weise „optimiert“.

Auf diesem Weg droht sich die Zukunftsvorstellung des heutigen „Herrenmenschen“ zu erfĂŒllen, die bereits 1985 mit dem „Washington Consensus“ durch die Wiederauflage des „liberalen“ Kapitalismus aus dem 19. Jahrhundert zu einer neuen neoliberalen Religion geworden ist. Der liberale Kapitalismus des 19. Jahrhunderts, der die Kulturen der „1. Welt“ nicht nur in starke soziale Verwerfungen gefĂŒhrt, sondern auch in den 1. und 2. Weltkrieg getrieben hat, wurde durch den Washington Consensus nach und nach wieder eingefĂŒhrt. So ist es kein Wunder, dass das Prekariat in der Welt trotz eines immensen wirtschaftlichen Aufschwungs in den letzten 35 Jahren immer weiter zugenommen hat. Mit dem Washington Consensus hat eine Ă€ußerst gefĂ€hrliche ökonomische und politische Entwicklung ihren Anfang genommen, durch die sich der Mensch heute wieder auf dem Weg zu einer kulturellen Krise befindet.

Der durch den Washington Consensus eingelĂ€utete globale neoliberale Krieg von Reich gegen Arm wurde durch Warren Buffet, einem der reichsten MĂ€nner der Welt, 2005 durch das folgende Statement bestĂ€tigt: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg fĂŒhrt, und wir gewinnen. https://www.attac-kreis-coesfeld.de/?p=1053 Heute können wir durch die kulturelle Entwicklung zum ersten Mal richtig ermessen, dass der Gewinn dieses Krieges durch die Reichen einen Verlust fĂŒr alle Menschen bedeuten wird, einen Verlust der Freiheit und einen Verlust der Hoffnung des Menschen auf den Menschen.

David Rockefeller hat 1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council) das folgende Statement abgegeben: “Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren.“ https://www.c-span.org/video/?c4866574/user-clip-david-rockefeller-speech-1994- annual-ambassadors-dinner Diese Krise (Corona, etc.) ist nun da, so dass wir angesichts der gegenwĂ€rtigen kulturellen Entwicklungen in der Tat von einem wirksamen neoliberalen Narrativ der oberen 10.000 sprechen können, das die „Interessen“ der Reichen langsam aber sicher durchsetzt. Dieses Narrativ, das auch in der Agenda 2030 zum Ausdruck kommt, beinhaltet das Ziel einer absolutistischen und zentralistischen Machtkonstitution in allen Kulturen der Welt.

Eine zentralistische Diktatur der Wenigen hat notwendig den Verlust der Freiheit der Vielen zur Folge, da eine diktatorische Machtkonstitution nicht anders „erfolgreich“ umgesetzt werden kann. Der Preis dieser Diktatur ist fĂŒr den Einzelnen notwendig immens, da er dadurch seine Möglichkeiten zur KreativitĂ€t, zur Freiheit und zur Lebendigkeit einbĂŒĂŸt und sein natĂŒrliches Lebensgeschenk eine „ganzheitliche“ Pervertierung erfĂ€hrt. Es ist daher wichtig, dass der Mensch die Ziele der Agenda 2030 als widernatĂŒrlich begreift und nicht als eine Lösung fĂŒr die heutigen Kulturprobleme erachtet, da er dadurch zwangslĂ€ufig den Bock zum GĂ€rtner macht.

Das folgende Video macht deutlich, dass es nicht ausreicht, wenn sich der Mensch durch eine mediale Kritik an der Agenda der oberen 10.000 anregen lĂ€sst und darauf hofft, dass sich das Problem alleine durch ein entsprechendes Volksbewusstsein auflöst. Das Video ist von 2016 und verdeutlicht, dass das Wissen um die HintergrĂŒnde einer destruktiven neoliberalen Kulturentwicklung nichts nĂŒtzt, solange die Wissenden nicht den Entschluss fassen, diese destruktive Entwicklung durch eine politische AktivitĂ€t zu verhindern. Ohne eine bewusste politische Haltung und ohne eine klare Absage an die „Interessen” der oberen 10.000, lĂ€sst sich die heutige degenerative und destruktive Kulturentwicklung nicht aufhalten bzw. auflösen. https://www.youtube.com/watch?v=U46bbmFaq74

Die gegenwĂ€rtigen neoliberalen Kulturentwicklungen werden durch einen ebenfalls ĂŒberaus gefĂ€hrlich gewordenen politischen Feminismus verstĂ€rkt, der nach einer absolutistischen sozialen Deutungshoheit in der Kultur strebt. Seit der Jahrtausendwende kultiviert der politische Feminismus eine eigene Machtreligion, die fĂŒr ihr Streben nach einer absolutistischen sozialen Kulturhoheit vor allem positivistische Ideen fĂŒr eine kulturelle VerĂ€nderung aufgreift, um diese mit allen zur VerfĂŒgung stehenden ideologischen, emotionalen und politischen Mitteln durchzusetzen. Wir finden dabei einen Idealismus am Werk, der sich selbst verabsolutiert und dazu tendiert, Menschen mit anderen Überzeugungen als Gegner oder gar als Feinde zu erachten.

Durch die neoliberale und die feministische Agenda ist das Kulturleben in den vergangenen 20 Jahren politisch, wirtschaftlich und sozial zunehmend unertrĂ€glich und haltlos geworden und hat zu einer potenzierten widernatĂŒrlichen Kulturgestaltung gefĂŒhrt. Diese Kulturgestaltung tendiert heute zu einer bodenlosen politischen, sozialen und ökonomischen WillkĂŒr, die sich weder an der Natur der Erde noch an der Wissenschaft orientiert. Es ist daher an der Zeit, dass der Mensch eine solche Kulturgestaltung nicht lĂ€nger einfach nur hinnimmt.

 

Die Partei der GRÜNEN als ein Brennpunkt des ökonomischen Neoliberalismus und des politischen Feminismus

Keine Partei reprĂ€sentiert die heutige ideologische und emotionale Spaltung des Menschen so sehr, wie die Partei der GRÜNEN. Die Partei ist aus der 68er-Revolution hervorgegangen, die in vieler Hinsicht allergische und extremistische Tendenzen sowohl der ideologischen als auch der praktischen Art entwickelt hatte. Das Kernziel der Partei der GRÜNEN war zu Beginn eine biologische Politik, sowohl in Bezug auf die menschliche Sozialnatur als auch in Bezug auf die Natur der Erde.

Durch eine Integration des neoliberalen Gedankenguts um die Jahrtausendwende ist es zu einer widersprĂŒchlichen politischen Entwicklung innerhalb der Partei der GRÜNEN gekommen. Dies hatte einen krankhaften ideologischen Spagat innerhalb der Politik der GRÜNEN zur Folge, den die Partei bis heute nicht aufgelöst, sondern immer weiter beibehalten und kultiviert hat. Dieser Spagat besteht vor allem darin, dass die relativ ungreifbaren kulturellen Problemstellungen von heute, wie z. B. das Klimaproblem herausgegriffen und ins Zentrum der Aufmerksamkeit und des politischen KalkĂŒls gestellt werden. Gleichzeitig werden die zahlreichen anderen heutigen Überlastungen der Natur, die durch den neoliberalen Kapitalismus verursacht werden, nur jeweils oberflĂ€chlich angesprochen und fristen daher ein relativ beschattetes Dasein innerhalb der Politik der GRÜNEN.

Dadurch ist nach und nach eine positivistische politische Religion innerhalb der Partei der GRÜNEN entstanden, die an den Ursachen der heutigen Probleme des Menschen gezielt vorbeigeht. Diese politische Religion wurde mit der Zeit auch von den anderen politischen Parteien aufgegriffen und umgesetzt. Bis heute hat sich dadurch unter anderem der positivistische Glaube innerhalb der „1. Welt“ verfestigt, man könne die Überlastung der Natur der Erde durch den Menschen vor allem durch eine COÂČ Steuer reduzieren. Eine einfache Betrachtung der gegenwĂ€rtigen kulturellen und ökologischen Gemengelage zeigt jedoch, dass die COÂČ Steuer die derzeitige kulturbedingte UmweltĂŒberlastung weiter potenzieren wird. Die COÂČ Steuer fĂŒhrt nicht nur zu einer Erhöhung des Spritpreises, sondern auch zu einer Erhöhung der allgemeinen Lebenshaltungskosten. Die Folge davon ist unter anderem, dass sich immer weniger Menschen eine biologisch erzeugte Nahrung leisten können, so dass die Nachfrage nach den Massenprodukten der industriellen Landwirtschaft in naher Zukunft steigen wird. Dies hat zwangslĂ€ufig zur Folge, dass die neoliberalen AgrarwĂŒsten, BetonwĂŒsten und ProblemmĂŒlldeponien sich zunehmend ausweiten und die Natur der Erde immer mehr belasten und einschrĂ€nken. Es ist bereits seit langem bekannt, dass innerhalb von nur 7 Jahren eine biologische Renaturierung der globalen Ackerböden möglich ist, so dass wieder natĂŒrliche Humusböden entstehen, die ca. 19 Milliarden Tonnen COÂČ in der Erde binden können. Daher erweist sich die COÂČ Steuer fĂŒr die Natur der Erde als kontraproduktiv, da die Agrarindustrie prinzipiell alle Kosten so weit wie nur möglich reduziert, Eine aufwĂ€ndige Renaturierung der Ackerböden ist daher so gut wie ausgeschlossen.

Die Erhöhung der COÂČ Steuer wird letztlich vollstĂ€ndig auf den Verbraucher abgewĂ€lzt, so dass sie allenfalls einer neoliberalen Staatsorganisation und einer neoliberalen Wirtschaft durch einen entsprechenden Macht- und Profitzuwachs zugutekommt. Da die Maßnahmen, die zu einer realen Entlastung der menschlichen und der irdischen Natur fĂŒhren könnten, durch die gegenwĂ€rtige Konzentration des Menschen auf die ungreifbaren biologischen Probleme nicht aufgegriffen und umgesetzt werden, spielt der Mensch heute mit sich selbst ein gefĂ€hrliches Spiel. Letztlich kann nur die gezielte EinschrĂ€nkung der globalen Luxuswirtschaft und die Umsetzung einer biologischen Landwirtschaft und Konsumwirtschaft die Überlastung der Erde und die Überlastung des heutigen Kulturmenschen auf eine wirksame Weise reduzieren.

Die gegenwĂ€rtige Faktenlage macht deutlich, wie widersprĂŒchlich und destruktiv die Politik der GRÜNEN durch ihren Verrat an den eigenen ideologischen und politischen Wurzeln geworden ist. Dieser Verrat wird so lange bestehen bleiben, wie die GRÜNEN das neoliberale Narrativ („der Markt bestimmt die Gesellschaft“) und das feministische Narrativ („jetzt sind wir einmal am DrĂŒcker“) sanktionieren und eine entsprechende Gestaltung der Gesellschaft fördern.

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Die deutsche Vergesslichkeit

Die neue politische Konstellation einer Ampelkoalition von GrĂŒnen, SPD und FDP stellt in vieler Hinsicht den „Worst Case“ fĂŒr die Deutschen dar, da sie eine fortschrittliche Potenzierung einer neoliberalen und feministischen Politik bedeutet. Da die neue Ampelkoalition auf eine politische RĂŒckendeckung durch den grĂ¶ĂŸeren Teil des deutschen Volkes bauen kann, kommt die sich abzeichnende politische Programmatik einer generellen Immunisierung sowohl des Neoliberalismus als auch des Feminismus gleich. Diese Verfestigung einer letztlich willkĂŒrlichen politischen und ökonomischen Religion kann nicht nur fĂŒr die Deutschen ĂŒberaus gefĂ€hrlich werden.

Deutschland ist durch die Kanzlerschaft von Gerhard Schröder und durch die Kanzlerschaft von Angela Merkel in den letzten 20 Jahren zu einem Land geworden, das seine BĂŒrger zunehmend der neoliberalen und der feministischen Agenda ausgeliefert hat. Dadurch wurden die kulturellen Weichen immer deutlicher in Richtung Diktatur gestellt, so dass sich durch den Corona-Virus eine zunehmend „selbstverstĂ€ndlich“ werdende Gesundheitsdiktatur in Deutschland verwirkliche konnte.

Die Bereitwilligkeit, mit welcher die meisten Deutschen diese Diktatur akzeptiert haben, zeugt von einer brisanten deutschen Vergesslichkeit und einem entsprechenden gefĂ€hrlichen Leichtsinn. Viele Deutsche sind sich heute der Tatsache nicht bewusst, dass Konrad Adenauer zahlreiche NazifunktionĂ€re wieder in den gehobenen Staatsdienst integriert hat und die politischen Parteien ab 1955 viele ehemalige NSDAP Mitglieder ungeprĂŒft aufgenommen haben Dieses stille Vergessen der jĂŒngsten deutschen Geschichte hat nicht nur dazu beigetragen, dass sich in Deutschland eine Studentenrevolution und eine besondere 68er-Bewegung entwickelt hat, sondern hat auch ein absolutistisches deutsches Machtstreben der besonderen Art im kulturellen Untergrund aufrechterhalten. Dieses eigensinnige Machtstreben konnte mit der Übernahme der neoliberalen Wirtschaftsreligion zur Jahrtausendwende wieder aufblĂŒhen, so dass sich in Deutschland eine neue Art der ökonomischen, sozialen und medialen Diktatur entwickelt hat.

FĂŒr das besondere Machtstreben der Deutschen, das bereits mit der MachtĂŒbernahme Wilhelms II. in Deutschland akut wurde, spielt es keine Rolle, ob es durch eine direkte persönliche Diktatur oder durch eine indirekte sozialistische Parteiendiktatur verwirklicht wird. Ein absolutistisches Machtstreben agiert stets bodenlos und grenzenlos und kann sich sowohl durch einen chauvinistischen Faschismus als auch durch einen feministischen Sozialismus erfĂŒllen. Am Ende bleibt das Ergebnis jeweils das Gleiche: ein innerkultureller Prozess der Selbstzersetzung, der alles Menschliche innerhalb der Kultur „verbraucht“, um bis zum letzten Atemzug an dem Ziel einer absolutistischen Macht ĂŒber das jeweils greifbare Leben festzuhalten.

Es ist daher fĂŒr den heutigen Deutschen wichtig, sich vor Augen zu halten, dass sich der geschichtliche Faschismus und der geschichtliche Kommunismus bzw. Sozialismus lediglich dadurch unterscheiden, dass der Faschismus der römischen Art jeweils andere Völker rĂŒcksichtslos ausbeutet und versklavt und der kommunistische Sozialismus jeweils das eigene Volk rĂŒcksichtslos ausbeutet und versklavt.

Notwendig hilft es daher auch nichts, wenn sich die heutigen Deutschen fĂŒr die deutsche Vergangenheit verurteilen und entsprechende SchuldgefĂŒhle kultivieren. Dadurch macht sich der Deutsche auf eine kontraproduktive Weise zum SĂŒndenbock fĂŒr ein absolutistisches deutsches Machtstreben, das seit 1871 stets von den deutschen „Herrenmenschen” ausgegangen ist. Die Herrenmenschen selbst waren und sind stets weit davon entfernt, irgendetwas zu bereuen, da ihr unbedingtes Streben nach absoluter Macht seit 5000 Jahren durch das Narrativ der Standeskultur ideologisch sanktioniert und immunisiert ist. Derjenige, der sich daher fĂŒr die Vergangenheit der Deutschen auf eine masochistische Weise geißelt und gleichzeitig ein absolutistisches Machtstreben der heutigen Herrenmenschen akzeptiert, kultiviert in sich zwangslĂ€ufig einen brisanten Widerspruch. Der Schwur eines „nie wieder“ reicht fĂŒr die Deutschen daher nicht aus, um sich vor schwerwiegenden kulturellen Fehlentwicklungen zu bewahren, solange der Einzelne den Zielsetzungen der Herrenmenschen auf eine leichtsinnige Weise seinen Segen gibt.

Quellen

https://www.deutschlandfunk.de/neubeginn-mit-altem-personal-100.html

https://www.sueddeutsche.de/politik/altnazis-im-bund-der-vertriebenen-leute-die-vo n-frueher-was-verstehen-1.1529956

Eine BestĂ€tigung fĂŒr die Aufnahme vieler NazifunktionĂ€re in den Staatsdienst und der daraus erfolgenden Reaktion der deutschen Studenten bzw. der 68er-Bewegung finden Sie in dem folgenden Artikel:

(Artikel Seite 5 Unten und Seite 6 Fusstexte 22 und 23)  http://www.bpb.de/system/files/pdf/PLSN6J.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_ 1945_politisch_t%C3%A4tig_waren


„Wer aus der Geschichte nichts lernt, der ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“. Diese aus der Kulturgeschichte resultierende Weisheit gilt fĂŒr die heutigen Deutschen in einer besonderen Weise. Die Geschichte der Deutschen und der EuropĂ€er ist durch 4 folgenreiche dreißigjĂ€hrige Religionskriege geprĂ€gt. Die Tendenz, ĂŒberaus extremistische ideologische Konflikte zu entwickeln, wurde bereits von Karl dem Großen begrĂŒndet, der das römische Erbe einer absolutistischen Standeskultur angetreten und eine Zwangskatholisierung im Großreich der Karolinger angeordnet hat. Der darauf folgende annĂ€hernd 30 Jahre dauernde Religionskrieg von 772 bis 804 n. Chr. wurde vor allem gegen die Sachsen gefĂŒhrt, die sich vehement gegen die Zwangs-katholisierung gewehrt haben. Dadurch war eine unheilvolle religiöse Entwicklung in Europa vorprogrammiert.

Die mitunter ĂŒberaus dekadente und von einem absolutistischen Machtstreben gekennzeichnete Entwicklung der Katholischen Kirche hat mit der Zeit jedes natĂŒrliche Verhaltensmaß hinter sich gelassen. Dadurch ist eine Inquisition, ein regelrechter Ämterhandel und eine Ökonomie der Ablassbriefe entstanden, die im 15. Jahrhundert in Europa zu mehreren religiösen und ideologischen Gegenbewegungen gefĂŒhrt haben. Die Folge war eine protestantische Reformation, aus der sich ein zweiter dreißigjĂ€hriger Religionskrieg von 1618 bis 1648 n. Chr. entwickelt hat. Dieser Krieg war so verheerend fĂŒr die Deutschen, dass sie eine lange Zeit gebraucht haben, um sich davon wieder zu erholen.

Die Preußen konnten nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg die Stadt Berlin, deren Einwohnerzahl von 17000 auf 9000 Menschen reduziert worden war, durch eine Willkommenspolitik fĂŒr jĂŒdische Kaufmannsfamilien, Protestanten und Hugenotten (Calvinisten) bald wieder fĂŒllen. Das Ergebnis war eine relativ zĂŒgige Erholung der Preußen vom DreißigjĂ€hrigen Krieg und der Beginn einer neuen Kulturentwicklung, die durch eine regelrechte calvinistische Erziehung der preußischen Könige geprĂ€gt war. Die calvinistischen Tugenden der Pflichtreue, der strengen Selbstdisziplin, der Sparsamkeit und der absoluten AutoritĂ€tshörigkeit haben stark dazu beigetragen, dass Preußen in der Folgezeit zu einer neuen militĂ€rischen Großmacht innerhalb Europas wurde. Durch die BegrĂŒndung des Deutschen Reiches von 1871, mit Preußen an der Spitze, haben sich die allseits bewunderten preußischen Tugenden auf das Weltbild aller Deutschen ĂŒbertragen. Auf dieser ideologischen Basis haben die Deutschen im Zuge der deutschen Industrialisierung die absolutistischen Ideologien eines Sozialdarwinismus, eines auf Eroberung ausgerichteten Militarismus, eines bodenlosen „liberalen“ Kapitalismus und spĂ€ter auch eines gewaltsamen Kolonialismus entwickelt, so dass daraus eine besondere deutsche MentalitĂ€t entstanden ist. Diese MentalitĂ€t hat in Deutschland zunehmend das ideologische Erbe eines absolutistischen religiösen Machtstrebens angetreten und hat eine entsprechend intensive deutsche Betriebsamkeit ausgelöst. Dadurch ist der Deutsche in einen dritten ideologisch bedingten DreißigjĂ€hrigen Krieg von 1914 bis 1945 geraten, der abermals mit einer Verheerung des deutschen Gebietes, der deutschen Bevölkerung und des deutschen Weltbildes endete.

In dem 4. DreißigjĂ€hrigen Krieg befinden sich die Deutschen seit der Übernahme einer neoliberalen amerikanischen Wirtschaftsreligion nach der Jahrtausendwende. Diese Wirtschaftsreligion hatte den Neubeginn eines „liberalen“ Kapitalismus des 19. Jahrhunderts in der westlichen Welt und damit einen neuen Krieg von Reich gegen Arm zur Folge. Dieser neoliberale Krieg nutzt bis heute alle Errungenschaften der Industriellen Revolution mit einer steigenden EffektivitĂ€t, um den einfachen Menschen in eine bedingungslose Kapitulation gegenĂŒber den wenigen Reichen und MĂ€chtigen zu treiben. Es hat sich daher seit 772 n. Chr. an dem germanischen „Schicksal“ nichts Wesentliches geĂ€ndert, da der einfache Deutsche bis heute nicht die wesentlichen Motive und Ursachen seiner geschichtlichen Entwicklung erkannt und verstanden hat. Sobald die Deutschen daher die Lehre ihrer relativ traumatisierenden Geschichte auf eine biologische Weise begreifen, sind sie auch in der Lage, ihre gegenwĂ€rtige Kultursituation zu verĂ€ndern.

Diese Lehre besteht darin, dass derjenige ideologisch und emotional verloren ist und eine traumatische Angst entwickelt, der sich dazu verleiten lĂ€sst, eine widernatĂŒrliche absolutistische Religion oder Ideologie anzunehmen oder sich eine solche Religion oder Ideologie aufnötigen lĂ€sst.

Der bei den Völkern der Welt inzwischen berĂŒchtigte deutsche Kadaver-Gehorsam (Bloody German Gehorsam), die deutsche Neigung zur absoluten AutoritĂ€tshörigkeit und die „German Angst“ waren und sind keine statischen GrĂ¶ĂŸen, sondern stellen eine grundsĂ€tzliche deutsche Verhaltenstendenz dar, die vor allem in kulturellen Krisen zum Vorschein kommt. Die Deutschen und die Österreicher leiden daher nach wie vor unter den psychologischen SpĂ€tfolgen einer 1300 Jahre dauernden absolutistischen römisch-katholischen Machtgeschichte und an einer nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg aufkommenden protestantischen „Schwarzen PĂ€dagogik“. Diese ErziehungspĂ€dagogik wurde bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts offiziell aufrecht erhalten und sorgt noch heute durch einen generativen Übertragungseffekt dafĂŒr, dass viele Deutsche einen zu schwachen oder ĂŒberhaupt keinen natĂŒrlichen Eigenwillen in die Ausbildung bringen. Eine der Maximen der Schwarzen PĂ€dagogik bestand ĂŒber 400 Jahre lang darin, dass man den natĂŒrlichen Eigenwillen der deutschen Kinder so frĂŒh wie möglich brechen muss, damit sie sich spĂ€ter nicht einmal mehr daran erinnern, dass sie einmal einen natĂŒrlichen Eigenwillen hatten.

Bis heute schĂ€tzt der Deutsche die Folgen der protestantischen Reformation ab dem 15. Jahrhundert in einer leichtfertigen Weise als harmlos ein. Vor allem das Wissen, dass in den evangelischen Machtbereichen im DreißigjĂ€hrigen Krieg von 1618 bis 1648 ebenfalls viele tausend Hexen verbrannt wurden, macht deutlich, dass die psychische Wirkung der Inquisition, die bis heute den tiefsten seelischen Schrecken der Deutschen ausmacht, in den evangelischen und den anderen protestantischen Machtbereichen nicht weniger traumatisch als in den katholischen Machtbereichen ausgefallen ist.

Die Christen der katholischen und der protestantischen Entwicklungslinien haben bis heute besondere psychische Konflikte, weil die Verwirklichung einer inquisitorischen Rechtsprechung die natĂŒrliche Rechtsgrundlage außer Kraft gesetzt hat. Durch die inquisitorischen Hexenprozesse musste der Angeklagte den AnklĂ€gern seine Unschuld beweisen. Diese Verkehrung der ĂŒblichen juristischen Unschuldsvermutung in ihr Gegenteil bedeutete notwendig eine bodenlose traumatisierende Verunsicherung fĂŒr alle Betroffenen, da der KlĂ€ger die Macht bzw. das letzte Wort hatte. Er konnte die Unschuldsbeteuerungen der Angeklagten entweder akzeptieren oder willkĂŒrlich mit allen daraus folgenden Konsequenzen verwerfen.

Das potenzielle vollstĂ€ndige Ausgeliefert sein an die Inquisition bzw. „an die Macht“ ist zu einer apokalyptischen Erfahrung fĂŒr die christliche Seele geworden. Diese Erfahrung hat derartig tiefgreifende Ängste in den GlĂ€ubigen erzeugt, dass die generativen Erben dieser Ängste bis heute jede Schuld in Form einer reflexhaften Reaktion so weit wie nur möglich von sich weisen, um auf jeden Fall einer möglichen Strafe zu entgehen.

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Die Natur des Menschen

Der Mensch findet vor allem durch die Feststellung einen schlĂŒssigen Zugang zu seiner Natur, dass die natĂŒrliche Evolution weder beim Tier noch beim Menschen irgendetwas in die Ausbildung gebracht hat, das keinen konkreten Sinn und Zweck erfĂŒllt. Von außen betrachtet, weist die menschliche Natur besondere Grundmerkmale auf, die einige Besonderheiten der menschlichen Selbstorganisation biologisch erklĂ€ren können. Dazu gehören vor allem der aufrechte Gang, ein dadurch notwendig gewordenes schmales Becken und ein großes Gehirnvolumen. Damit die Geburt eines Kindes unter diesen UmstĂ€nden ĂŒberhaupt möglich ist, bringt der Mensch seinen Nachwuchs im Vergleich zu allen Tieren viel zu frĂŒh zur Welt, so dass das menschliche Kind als ein Tragling geboren wird, der in den ersten Lebensjahren eine besonders intensive FĂŒrsorge durch seine Eltern benötigt. Die soziale Selbstorganisation des Menschen ist daher in einer erheblichen Weise dadurch bestimmt, dass das menschliche Kind erst nach einer lĂ€ngeren Entwicklungszeit den Grad der körperlichen, geistigen und emotionalen SelbstĂ€ndigkeit erreicht, ĂŒber den viele Tiere durch ihr einfacheres Instinkt-Programm bereits unmittelbar nach der Geburt verfĂŒgen. Ein Fohlen kann z. B. im Gegensatz zum menschlichen Baby bereits 30 Minuten nach der Geburt auf seinen Beinen stehen und seiner Mutter folgen.

Dieser gravierende Unterschied zwischen Tier und Mensch macht deutlich, dass sich der Mensch durch eine außergewöhnliche Logistik organisiert, die sich nicht ohne Weiteres mit der tierischen Selbstorganisation vergleichen lĂ€sst. Da das menschliche Kind eine lange körperliche, emotionale und geistige Reifezeit von nahezu 18 Jahren durchlĂ€uft, ist fĂŒr die menschliche Selbstorganisation eine besondere sozial-symbiotische Familien- und Gemeinschaftsorganisation unabdingbar geworden. Dieses GrundverstĂ€ndnis fĂŒr die menschliche Natur macht deutlich, dass jede Form der absolutistischen Macht, die ein Mensch ĂŒber einen anderen Menschen anstrebt, der besonderen sozial-symbiotischen Natur des Menschen widerspricht.

Die Natur des Menschen hat spĂ€testens mit der Entwicklung des Homo Erectus vor ca. 500.000 Jahren eine besondere Familienkonstitution in die Ausbildung gebracht. Innerhalb dieser Familienkonstitution finden wir eine praktische Spezialisierung der Geschlechter und eine entsprechende Aufgabenteilung vor, die sich auf eine natĂŒrliche Weise durch die spezifischen Wesensmerkmale der Geschlechter vollzieht. Wir können heute anhand der wissenschaftlichen Forschungen dazu feststellen, dass die Frau von Natur aus auf die Familien-Innenpolitik und der Mann auf die Familien-Außenpolitik ausgerichtet ist. Dadurch lassen sich die auffĂ€lligen unterschiedlichen Neigungen und FĂ€higkeiten der Geschlechter in einer hinreichenden Weise erklĂ€ren.

Die Geschlechter unterscheiden sich nicht nur durch ihre körperlichen, sondern auch durch ihre emotionalen und geistigen Anlagen und Neigungen in einer erheblichen Weise. So finden wir z. B. bei der Frau eine besondere Neigung zum intuitiven und emotionalen Denken und beim Mann einen besonderen Hang zum logischen und perspektivischen Denken vor. Die menschliche Natur hat daher die fĂŒr die erfolgreiche Entwicklung des Kindes notwendige komplexe Familienorganisation auch durch eine besondere psychische Konstitution der Geschlechter abgesichert. Dabei hat sie fĂŒr die Geschlechter besondere Belohnungen bereitgestellt. Die Tatsache, dass der Mensch kein Fell besitzt, findet auch darin eine BegrĂŒndung, dass die Haut des Menschen besondere Sinneszellen aufweist, die nur auf sanfte BerĂŒhrungen reagieren. Regelrechte ZĂ€rtlichkeiten zwischen den Geschlechtern generieren daher zusammen mit der bestĂ€ndig aktiven SexualitĂ€t des Menschen eindrucksvolle Belohnungen fĂŒr das mitunter anstrengende „NachwuchsgeschĂ€ft”. Dabei greift die Natur des Menschen nicht nur in den körperlichen, sondern auch in den psychischen Haushalt des Menschen ein.

Um das Familienkonzept in einer wirksamen Weise zu versichern, hat die Natur des Menschen der Frau eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf den Mann mitgegeben. Mit der Umsetzung einer fĂŒr die menschliche Natur grundsĂ€tzlich unertrĂ€glichen Standeskultur, hat die Frau ihre Anziehungskraft auf den Mann in einer ĂŒbernatĂŒrlichen Weise erhöht, um die Familienorganisation auch innerhalb eines widernatĂŒrlichen und schnelllebigen Kulturbetriebes abzusichern. Dadurch ist fĂŒr den Mann eine Art ĂŒbernatĂŒrlicher weiblicher Droge entstanden, nach welcher der Mann in einer regelrechten Weise sĂŒchtig geworden ist. Mit der Zeit hat sich darĂŒber das natĂŒrliche Beziehungsgeflecht zwischen Mann und Frau auf eine ĂŒbernatĂŒrliche, Ă€ußerst brisante Weise modifiziert.

Seitdem tendiert der Mann immer wieder zu der Überzeugung, dass die Frau in einer generellen Weise ein eigenartiges UnglĂŒck fĂŒr den Mann bedeutet, da die ĂŒbernatĂŒrliche Anziehungskraft einer Frau nicht nur eine ĂŒbernatĂŒrliche mĂ€nnliche Reaktion, sondern auch eine ĂŒbernatĂŒrliche Polarisierung des mĂ€nnlichen Denkens und Handelns verursacht. Erst wenn der Mensch begreift, dass fĂŒr diese grundlegende Verzerrung der Geschlechter-beziehung nicht die Frau, sondern die Standeskultur verantwortlich ist, kann er auch nachvollziehen, weshalb sich die Geschlechterbeziehungen auch innerhalb der modernen Standeskultur so schwierig gestalten, dass darĂŒber ein Krieg zwischen den Geschlechtern „normal“ geworden ist.

Der Konflikt zwischen den Geschlechtern nahm bereits in der mesopotamischen Standeskultur vor 5000 Jahren seinen Anfang, da die Frauen in dem patriarchal sich organisierenden Sumer dem Mann generell untergeordnet waren. Dadurch forcierte die Frau erstmals ihre natĂŒrliche Anziehungskraft auf den Mann, um ihren natĂŒrlichen Einfluss auf die Familiengestaltung aufrecht zu erhalten. Dies fĂŒhrte jedoch nicht zu einer Lösung fĂŒr das entstandene Problem einer kulturbedingten widernatĂŒrlichen Familienkonstitution, sondern setzte einen ersten Geschlechterkrieg in Gang.

Durch die „Liberalisierung“ der SexualitĂ€t innerhalb der 68er-Revolution hat sich eine generelle unnatĂŒrliche sexuelle Manipulation innerhalb der modernen Standeskultur „normalisiert“, so dass die sexuellen Suchtentwicklungen der MĂ€nner einen hohen Grad erreicht haben. In der Folge hat der Mann auf eine fatalistische Weise selbst damit begonnen, sich regelmĂ€ĂŸig durch willkĂŒrliche sexuelle Reizimpulse zu manipulieren und zu motivieren.

Dieses neue „Marktpotenzial“ wurde von der kapitalistischen Ökonomie in einer professionellen Weise aufgegriffen, um die MĂ€nner zunehmend auf die SexualitĂ€t zu fixieren und um die entsprechend nachhaltigen Suchtentwicklungen auf eine effektive Weise auszubeuten. Nicht nur die kapitalistische Ökonomie, sondern auch viele emanzipierte Frauen haben die Möglichkeiten der ĂŒbernatĂŒrlichen Manipulation des Mannes fĂŒr sich entdeckt und spielen seither auf eine professionelle Weise mit den natĂŒrlichen weiblichen Reizen.

Dadurch ist es zu einer zunehmenden Hilflosigkeit des modernen Mannes gekommen, die zu einer potenzierten Einflussnahme der modernen Frau sowohl auf das familiĂ€re als auch auf das gesellschaftliche Geschehen gefĂŒhrt hat. Notwendig sind die Geschlechterbeziehungen dadurch immer oberflĂ€chlicher, asozialer und respektloser ausgefallen, so dass sie zunehmend instabil geworden sind.

Dies bedeutet fĂŒr die menschliche Natur notwendig eine Katastrophe, da die sozial-symbiotische Familie fĂŒr ein nachhaltiges gesundes Aufwachsen der Kinder unabdingbar ist. Viele adoleszente Kinder tun sich heute nach ihrem Eintritt in das „normale“ Erwachsenenleben schwer damit, eine stabile Geschlechterbeziehung aufrechtzuerhalten, da sie mit den innerhalb der heutigen Standeskultur erheblich verzerrten weiblichen und mĂ€nnlichen Verhaltensweisen nicht mehr zurechtkommen.

In den 60er Jahren haben die Experimente von Stanley Milgram gezeigt, dass ca. 65 % der Kulturmenschen in der „1. Welt“ eine AutoritĂ€tshörigkeit entwickeln, die im Ernstfall auch tödliche asoziale Handlungen gegenĂŒber den Mitmenschen einschließt. Die Psychologie hat bezĂŒglich dieser erstaunlichen Abirrung des menschlichen Sozialverhaltens festgestellt, dass sie von einer sogenannten „Identifikation mit dem Aggressor” verursacht wird, die sich in der Regel bereits in der Kindheit der Betroffenen vollzieht. Kinder orientieren sich von Natur aus an ihren Eltern und kopieren das Verhalten der Eltern, so dass sie mit den elterlichen Verhaltensrollen experimentieren und mit der Zeit eine eigene Verhaltensstrategie fĂŒr ihre sozialen Beziehungen ausbilden können. Die Identifikation mit dem Aggressor stellt dagegen eine unnatĂŒrliche Kopie der elterlichen Verhaltensrollen in Form einer absolutistischen Identifikation dar, die vor allem dann erfolgt, wenn das Kind die UnertrĂ€glichkeit eines autoritĂ€ren Verhaltens der Mutter oder des Vaters zu neutralisieren versucht.

Die tragische Psychologik einer Identifikation mit dem Aggressor, besteht darin, dass der Aggressor und das Opfer nicht die gleiche Person sein können. Durch die absolutistische Identifikation mit dem Aggressor löscht das Kind daher sein eigenes Ich nach dem Motto “wo kein Ich ist, da ist auch keine UnertrĂ€glichkeit“ aus und verdrĂ€ngt sein Ich ins Unterbewusstsein. Dadurch bestimmt fortan die absolutistische Rollenkopie bzw. die Identifikation mit dem Aggressor das kindliche Verhalten.

Auf diese Weise vollzieht sich im Kind genau die psychische Konstellation, die wir als AutoritĂ€tshörigkeit bezeichnen und die wir als eine menschliche Notmaßnahme begreifen können, die nicht nur erhebliche Folgen fĂŒr die Betroffenen, sondern auch fĂŒr das ganze Gesellschaftsleben hat. Die autoritĂ€tshörigen Menschen benötigen stĂ€ndig irgendeinen Rollen-, Ideen- und Sinnstifter, da sie ihr natĂŒrliches Ich auf eine passive Existenz reduzieren. Dadurch sind sie durch andere Menschen und durch die kulturellen Medien besonders leicht zu beeinflussen.

Die traditionelle Kindererziehung innerhalb der Standeskultur ist durch eine hierarchische Eltern-Kind-Beziehung und durch eine „PĂ€dagogik“ von Belohnung und Bestrafung gekennzeichnet. Daher entwickeln die Kulturkinder der Standeskultur bereits seit 5000 Jahren sowohl gegenĂŒber ihren Eltern als auch gegenĂŒber den absolutistischen AutoritĂ€ten der Standeskultur eine als regelrecht zu bezeichnende Hörigkeit. Diese AutoritĂ€tshörigkeit, die wir auch beim heutigen Kulturmenschen vorfinden, schließt in der Regel auch die Akzeptanz einer totalitĂ€ren Gesellschaftsordnung mit ein. Die Tragik des autoritĂ€tshörigen Menschen besteht daher auch darin, dass er denjenigen Herrenmenschen seiner Kultur auf eine absolutistische Gehör schenkt, denen er am wenigsten vertrauen kann. 

1 Video: Experimente nach Stanley Milgram (ab 2 Minuten 30 Sekunden bis 31 Minuten 30 Sekunden) https://www.bitchute.com/video/WzoG5T62H5ab/

 

Die traditionelle Religion und ihre destruktive Wirkung auf die heutige Kulturorganisation

Der Glaube spielt im Leben des Menschen eine besondere Rolle, da der Mensch einen Teil der tierischen Instinkte durch ein freies Bewusstsein ersetzt hat. Damit der Mensch ein ganzheitliches Orientierungsbild fĂŒr seine tĂ€gliche Selbstorganisation erreichen kann, ergĂ€nzt er sein Wissen durch Glaubensannahmen, die ihm plausibel erscheinen. Dies fĂŒhrt notwendig zu Fehlerquellen im menschlichen Denken und Handeln, so dass es fĂŒr den Menschen wichtig geworden ist, seine Annahmen wissenschaftlich zu ĂŒberprĂŒfen. In der Regel bleiben menschliche Denkfehler relativ harmlos, sie können jedoch auch drastische Folgen zeitigen, wie das folgende Beispiel zeigt:

In dem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“,1 berichtet Daniel Kahneman von sogenannten VerfĂŒgbarkeitskaskaden in Bezug auf die Entfesselung einer ĂŒbernatĂŒrlichen Angst innerhalb der modernen Gesellschaft. Anhand von realen Ereignissen beschreibt er eine typische gesellschaftliche Angstentwicklung, die an die jĂŒngste Entwicklung der Corona-Problematik erinnert.

Seite 179 ff.: [
] „Eine VerfĂŒgbarkeitskaskade ist eine sich selbst tragende Kette von Ereignissen, die vielleicht mit Medienberichten ĂŒber ein relativ unbedeutendes Ereignis beginnen und zu öffentlicher Panik und massiven staatlichen Maßnahmen fĂŒhren. Manchmal zieht ein Medienbericht die Aufmerksamkeit eines Teiles der Öffentlichkeit auf sich, die dadurch aufgerĂŒttelt und beunruhigt wird,. Diese emotionale Reaktion wird selbst zu einer Geschichte, die ihrerseits weitere Berichte in den Medien auslöst, was noch grĂ¶ĂŸere Besorgnis und Engagement hervorruft. Dieser Kreislauf wird manchmal gezielt von VerfĂŒgbarkeitsunternehmern beschleunigt, das sind Einzelpersonen oder Organisationen, die daran arbeiten, einen bestĂ€ndigen Fluss beunruhigender Nachrichten aufrechtzuerhalten. Die Gefahr wird in dem Maße ĂŒberzeichnet, wie die Medien um reißerische Schlagzeilen konkurrieren. Wissenschaftler und andere, die versuchen, die wachsende Angst und Abscheu zu bekĂ€mpfen, finden wenig Beachtung und die meiste davon ist feindseliger Natur: Jeder, der behauptet, die Gefahr werde ĂŒbertrieben, wird der Beteiligung an einer „ruchlosen Vertuschung“ verdĂ€chtigt. Die Sache gewinnt politische Bedeutung, weil sie die Öffentlichkeit umtreibt, und die Reaktion des politischen Systems wird von der IntensitĂ€t der öffentlichen Stimmung determiniert. Die VerfĂŒgbarkeitskaskade hat jetzt die PrioritĂ€ten neu festgesetzt. Weitere Risiken und andere das Gemeinwohl fördernde Verwendungsweisen von Ressourcen sind in den Hintergrund getreten“.[
]

Da diese Beschreibung 2011 veröffentlicht wurde, ist sie eine unverdĂ€chtige Messlatte, anhand derer der Einzelne die Entwicklung der Corona-Problematik reflektieren und seine Gedanken, Vorstellungen und Ängste gezielt ĂŒberprĂŒfen kann.

Bei der entstandenen Corona-Problematik hat sich ebenfalls eine VerfĂŒgbarkeitskaskade ausgebildet, die sich zu einem idealistischen Glaubens-Narrativ der religiösen Art weiterentwickelt hat. Der Corona-Virus war nur fĂŒr ca. 10 % der Bevölkerung ein Risiko; 90 % der Infizierten haben die Infektion relativ unbemerkt oder mit leichten Symptomen durchlaufen. Die politische Forderung einer totalitĂ€ren SolidaritĂ€t mit den Risikogruppen durch eine Impfung lĂ€sst sich daher anhand der wissenschaftlichen Zahlen und Fakten nicht rechtfertigen und kann daher nur durch ein idealistisches Glaubens-Narrativ der religiösen Art durchgesetzt werden.

Die grundsĂ€tzlichen Kennzeichen einer Religion bestehen darin, dass der Religionsstifter im Gegensatz zum Wissenschaftler eine willkĂŒrliche Deutung der Welt und der gegenwĂ€rtigen Situation vornehmen kann, da er fĂŒr seine jeweiligen Interpretationen keinen Beweis antreten muss. Eine Religion setzt sich daher seit jeher durch den Glauben an einen Menschen oder an eine verabsolutierte Institution durch, wobei der GlĂ€ubige dabei eine gewisse grundsĂ€tzliche Hörigkeit entwickelt. Mehr gibt es in Bezug auf die entstandene Corona-Problematik nicht zu sagen, da die wissenschaftlich erhobenen Zahlen, Daten und Fakten fĂŒr sich selbst sprechen.

Es ist eine alte Lebensweisheit, dass das Leben lebensgefĂ€hrlich und die Gesundheit stets gefĂ€hrdet ist. Es gibt daher auch fĂŒr den hochtechnisierten Kulturmenschen keine absolute Sicherheit oder eine Gesundheitsgarantie, auch wenn die „Experten“ der Standeskultur gerne mit diesen unrealistischen WĂŒnschen der Menschen spielen und sich zu ĂŒbertriebenen Versprechungen hinreißen lassen.

Das entstandene Corona-Problem hat deutlich gezeigt, dass der KulturbĂŒrger auch heute noch innerhalb einer beĂ€ngstigenden Kultursituation zu einer traditionellen AutoritĂ€tshörigkeit tendiert, so dass dadurch die menschliche FĂ€higkeit zur natĂŒrlichen Vernunft blockiert wird. Durch das traditionelle religiöse Narrativ ĂŒbertrĂ€gt sich die verabsolutierte göttliche AutoritĂ€t auf alle „Statthalter Gottes auf Erden“ und damit auch auf die modernen gesellschaftlichen Institutionen. Dadurch lebt der glĂ€ubige StaatsbĂŒrger zwangslĂ€ufig nicht in einem relativen Universum und einer relativen irdischen Natur, sondern in einer kĂŒnstlichen Blase von ĂŒbernatĂŒrlichen Vorstellungen, Gedanken und GefĂŒhlsaffekten. Der Mensch kann diese Blase, die sich wie von selbst durch beĂ€ngstigende religiöse Vorstellungen aufrechterhĂ€lt, nur dadurch auflösen, dass er das traditionelle religiöse Narrativ als solches in Frage stellt.

Eines der wirksamsten idealistischen Konzepte, die der „Herrenmensch“ vor 5000 Jahren erfunden hat, ist das religiöse Narrativ der Schuld gegenĂŒber Gott, die an das natĂŒrliche SchuldgefĂŒhl des Menschen appelliert. Da der Mensch auf eine soziale Gemeinschaft angewiesen ist, hat die menschliche Natur fĂŒr die Aufrechterhaltung der entsprechenden sozial-symbiotischen Beziehungen ein SchuldgefĂŒhl konstituiert, das stets dann aktiviert wird, wenn ein Ungleichgewicht von Geben und Nehmen innerhalb einer sozialen Beziehung entsteht. Diese symbiotische Logik ist dem modernen Menschen, der innerhalb seiner kapitalistischen Standeskultur zu einem sado-masochistischen EinzelkĂ€mpfertum genötigt wird, nicht mehr wirklich gelĂ€ufig. Die symbiotische Logik besagt, dass keiner der Beziehungspartner langfristig etwas davon hat, wenn er stets nur nimmt, oder stets nur gibt, da sich dadurch so oder so die soziale Beziehung auflöst oder destruktiv wird. Ein natĂŒrliches SchuldgefĂŒhl ist daher fĂŒr den Menschen stets eine Warnung, dass er einen natĂŒrlichen Ausgleich von Geben und Nehmen innerhalb seiner Beziehungen aufrechterhalten muss.

Indem die Religionsstifter diese natĂŒrliche Schuld abgewandelt und auf die virtuelle Beziehung zu Gott ĂŒbertragen haben, ist eine andere QualitĂ€t von Schuld entstanden, die mit einer schwerwiegenden Angst vor Gott kombiniert wurde. Da der erfundene absolutistische Gott alle Verfehlungen des Menschen registriert und auf ein Konto bucht, das dann am Ende des Lebens abgerechnet wird, hat sich eine ĂŒbernatĂŒrliche Angst vor einer Schuld in das Weltbild der glĂ€ubigen Menschen eingeschlichen. Diese Angst konnte von den Religionsstiftern, bzw. den „Statthaltern Gottes auf Erden“ dazu genutzt werden, regelmĂ€ĂŸige Gaben von den GlĂ€ubigen zu erpressen.

Eine in ihrer Wirkung brutalere ideologische Konzeption als dieses absolutistische religiöse Schuldnarrativ kann es kaum geben, da dieses Narrativ den Menschen in eine Zwangsbeziehung zu einem Gott einsperrt, gegen dessen WillkĂŒr sich der Einzelne nicht wehren kann. Wer immer daher an dieses religiöse Konzept glaubt, ist ein verlorener Mensch, der fĂŒr ĂŒbernatĂŒrliche Ängste, destruktive allergische Reaktionen und fĂŒr psychische Erkrankungen anfĂ€llig wird.

Durch das ideologische Konstrukt der menschlichen Schuld gegenĂŒber Gott ist der Mensch bis heute Ă€ußerst sensibel fĂŒr das Wort „Schuld“ geblieben und vermeidet tunlichst jede vermeintliche Schuld. Es ist daher fĂŒr den heutigen Menschen wichtig geworden, dass er zu der Feststellung gelangt, dass nicht etwa Gott den Kulturmenschen gewaltsam und absolutistisch beherrscht, sondern der „Herrenmensch“, der als „Statthalter Gottes“ alle VorzĂŒge seines Status nutzen kann und trotzdem fĂŒr alle destruktiven Folgen dieser kulturellen Agenda den lieben Gott verantwortlich macht. Nichts, was sich der Mensch bis heute sonst noch ausgedacht hat, reicht an diese bodenlose WillkĂŒr und brutale Schamlosigkeit heran.

Wer die „Gesinnung“ der traditionellen Religionsstifter nicht begreift, der tut sich notwendig Ă€ußerst schwer damit, sich von destruktiven religiösen GlaubensĂŒberzeugungen wieder zu befreien. Da der traditionelle religiöse Glaube dem Menschen eine bodenlose Angst vor einer göttlichen Strafe eingetragen hat, löst jeder Versuch, diesen Glauben zu verwerfen, die bange Frage aus: „Und wenn es nun doch einen solchen Gott gibt, was fĂŒr Strafen erwarten mich dann, wenn ich mich von diesem Gott abwende?

Bereits eine einzige absolutistische göttliche Drohkulisse, die „erfolgreich“ in das Weltbild eines Menschen eingepflanzt werden kann, reicht in der Regel aus, um die Betroffenen in ein dauerhaftes GlaubensgefĂ€ngnis einzusperren. Wie die Kulturgeschichte gezeigt hat, ĂŒbertrĂ€gt sich ein solches ideologisches GlaubensgefĂ€ngnis durch die natĂŒrliche Identifikation der Kinder mit ihren Eltern und durch die Kulturerziehung jeweils auf die nĂ€chste Generation. Auf diese Weise hat sich das Narrativ der religiösen Schuld ĂŒber 5000 Jahre lang aufrecht erhalten und sperrt auch die heutigen Kulturmenschen nach wie vor erfolgreich in ein dauerhaftes GlaubensgefĂ€ngnis und in ein entsprechendes KulturgefĂ€ngnis ein. Dies gilt selbst fĂŒr alle erklĂ€rten Atheisten, solange sie noch einen Zweifel in sich hegen, ob es einen solchen Gott möglicherweise doch gibt.

Der einzige Weg fĂŒr eine vollstĂ€ndige Befreiung von den traditionellen religiösen Narrativen besteht daher darin, die ungeheuerliche Angst durchzustehen, die sich mit der Absage an das traditionelle Welt- und Kulturbild des Herrenmenschen einstellt. Sobald dieser Ablösungsprozess gelingt, schrumpft auch der gegenwĂ€rtige „Herrenmensch“ im Weltbild der Betreffenden wieder auf seine natĂŒrliche GrĂ¶ĂŸe.

Die symptomatischen Übersprungshandlungen, die der „einfache“ Menschen auf sein jeweiliges absolutistisches Gottesbild entwickelt, fĂŒhren seit 5000 Jahren dazu, dass der Mensch von den selbsternannten „Statthaltern Gottes auf Erden“ fĂŒr genau die allergischen Symptome verurteilt und bestraft wird, die das von ihnen selbst geschaffene Gottesbild erzeugt. Dadurch ist ein fortschrittlicher Teufelskreis der absolutistischen Schuld und der absolutistischen Bestrafung entstanden, die den Menschen bis heute in einer elementaren Weise schwĂ€cht und die zur gegenwĂ€rtigen kulturellen Selbstvergiftung des Menschen entscheidend beitrĂ€gt.

Ein weiteres traditionelles religiöses Narrativ mit ĂŒberaus  verheerenden Auswirkungen ist die absolutistische „Gut-Böse“ Polarisierung der Welt, die sich von der biologischen PolaritĂ€t dadurch unterscheidet, dass sich die natĂŒrlichen Wechselpole gegenseitig zu einem ganzen Spektrum ergĂ€nzen (+ und -, hell und dunkel, sĂŒĂŸ und sauer, etc.). Die absolutistische ideologische Polarisierung von „Gut und Böse“ erzeugt stattdessen eine Feindschaft, so dass sich die Pole im menschlichen Weltbild gegenseitig ausschließen. Daher handelt es sich bei dieser ideologischen Polarisation nicht um ein natĂŒrliches, sondern um ein ĂŒbernatĂŒrliches bzw. widernatĂŒrliches Konstrukt, das der menschlichen WillkĂŒr entstammt.

Die willkĂŒrliche Polarisierung von Gut und Böse verhindert bis heute die Erkenntnis der eigentlichen Beschaffenheit der traditionellen Standeskultur. Denn weder der Herrenmensch noch der Dienermensch ist absolut „Gut oder Böse“. Biologisch gesehen stellen wir beim Herrenmenschen ein krankhaft sadistisches Streben nach immer mehr Macht ĂŒber andere Lebewesen fest, wĂ€hrend der Diener- und Sklavenmensch eine krankhafte masochistische Lust an einer absoluten Selbstbeherr-schung kultiviert, die nahezu „alles“ stoisch erduldet.

Dadurch ergĂ€nzen sich die widernatĂŒrlichen Überlebensstrategien der Herrenmenschen und der Dienermenschen auf eine derart tragische Weise, dass die “normalen” sado-masochistischen Standesbeziehungen „fortschrittlich“ ins Bodenlose abdriften und schließlich die menschlichen Verhaltensweisen erzeugen, die der Mensch als bösartig oder als destruktiv bezeichnet.

Durch das religiöse „Gut-Böse“ Narrativ ist der Mensch bis heute auf eine tragische Weise lernresistent geblieben, da sowohl der Herrenmensch als auch der Dienermensch am Ende Gott oder den Teufel fĂŒr sein UnglĂŒck verantwortlich macht, niemals aber sich selbst. Die Gut-Böse-Polarisierung macht den Menschen daher bis heute in einer „professionellen“ Weise blind dafĂŒr, dass sowohl das sadistische Verhalten des Herrenmenschen als auch das masochistische Verhalten der Kulturdiener und Kultursklaven Ă€ußerst krankhaft ist und als die am schwersten wiegende seelische und geistige Erkrankung des Menschen bezeichnet werden kann.

Vom Standpunkt der modernen Wissenschaft aus gesehen gibt es in einem relativen Universum notwendig keine absolute Macht. Daher steht auch dem heutigen Herrenmenschen keine absolutistische Macht und auch keine entsprechende Statthalterschaft Gottes zu, da all diese virtuellen Konstitutionen lediglich unnatĂŒrliche Ausgeburten einer willkĂŒrlich agierenden menschlichen Fantasie waren und sind.

Bis heute grĂŒndet die Macht der Herrenmenschen auf einem absolutistischen Gottes-Narrativ. Daher erlischt die Macht des Herrenmenschen notwendig in dem Moment, indem der „einfache“ Mensch das religiöse Weltbild eines tyrannischen Gottes, der herrschaftliche Verwalter auf der Erde beschĂ€ftigt, konsequent verwirft.

Der Mensch kann sich stattdessen an das wissenschaftliche Weltbild eines relativen Universums halten, in dem alle Lebewesen Teil eines einheitlichen universalen Wesens sind. Dieses Wesen generiert bestimmte Naturgesetze, die fĂŒr alle Lebewesen gleichermaßen gelten, so dass es in einem solchen Universum auch keine Sonderrechte fĂŒr „Herrenmenschen“ gibt.

Viele glĂ€ubige Christen sind bis heute in einer hartnĂ€ckigen Weise biologisch unzurechnungsfĂ€hig geblieben, da sie das offizielle Narrativ von Jesus als einem universalen SĂŒndenbock nie in Frage gestellt haben. Wenn Jesus fĂŒr alle vergangenen, gegenwĂ€rtigen und zukĂŒnftigen SĂŒnden der Menschen gestorben ist, ist er dann auch fĂŒr die heutigen SĂŒnden der respektlosen Massentierhaltung, fĂŒr eine globale Lohnsklaverei und fĂŒr ein willkĂŒrliches und widernatĂŒrliches Verhalten der Menschen gestorben? Besteht die Möglichkeit, dass es die Religion bis heute den Herrenmenschen zu einfach macht, eine widernatĂŒrliche Herrschaft zu betreiben?

Wer sich diese Fragen ernsthaft vorlegt, der kann eine sinnvolle ErklĂ€rung dafĂŒr finden, weshalb der Mensch heute im Begriff ist, seinen Kulturkarren durch eine bodenlos gewordene ideologische und politische WillkĂŒr in einen tiefen moralischen Morast zu fahren. Die menschliche Selbstorganisation ist durch die religiöse Generalabsolution durch Jesus und durch andere religiöse Narrative in den letzten 200 Jahren schlicht zu willkĂŒrlich, zu widernatĂŒrlich und zu asozial geworden, als dass der heutige Mensch seine sozialen Beziehungen und seine Beziehungen zur Natur noch auf eine gesunde Weise organisieren kann.

Dadurch wird sich der Mensch auch einer zunehmenden gesellschaftlichen Selbstvergiftung durch ein immer willkĂŒrlicher angewandtes traditionelles SĂŒndenbock-Konzept (Jom Kippur2) nicht in einer hinreichenden Weise bewusst. Der moderne Mensch hat den jĂŒdischen SĂŒndenbock-Ritus insofern weiterentwickelt, als er heute durch spontane Emotionsentladungen, wie selbstverstĂ€ndlich und ohne einen ersichtlichen Anlass, seine Mitmenschen fĂŒr eine persönliche „Aggressions-Hygiene“ missbraucht.

Ein Mensch, der einen anderen, in der Regel schwĂ€cheren oder gar wehrlosen Menschen zu einem SĂŒndenbock macht, verletzt notwendig sowohl seine eigene soziale Natur als auch die soziale Natur des auserwĂ€hlten SĂŒndenbocks. Die Tatsache, dass ein Mensch innerhalb des heutigen Kulturalltags zu jeder Zeit und an jedem Ort, mit einer stillschweigenden kulturellen Billigung aller, zu einem SĂŒndenbock fĂŒr einen anderen Menschen werden kann, bedeutet fĂŒr die soziale Natur des Menschen eine Katastrophe, da die Betroffenen durch die erlittenen Verletzungen eine ĂŒbernatĂŒrliche Angst vor anderen Menschen entwickeln und das Vertrauen in ihre Kulturgemeinschaft verlieren. Das gĂ€ngige Sprichwort „wer den Schaden hat, braucht fĂŒr den Spott nicht zu sorgen“ offenbart einen darĂŒber hinaus gehenden, hĂ€mischen Ungeist in der Kultur, der schwerwiegende Angsterkrankungen auslösen kann.

Erst durch das Bewusstsein fĂŒr die Gefahren, die aus der traditionellen Religion entstehen können, wird der Mensch frei fĂŒr eine einfache biologische Sicht der Dinge. Die Wissenschaft hat bis heute deutlich gemacht, dass das Universum keineswegs ein Ort des Schreckens, der absolutistischen AutoritĂ€t, der Herrschsucht oder gar der Tyrannei ist. Vielmehr ist das Universum, wie es bereits Thomas von Aquin formuliert hat, ein lebendiges Wesen, das mit sich selbst im Einklang steht und als vollkommen glĂŒckselig erachtet werden kann.

Sobald der Mensch daher erkennt, in welch einem ideologischen und emotionalen Dilemma er heute steckt, kann er auch begreifen, dass er sich von dem 5000 Jahre alten Weltbild der „Herrenmenschen“ verabschieden muss. Dadurch kann der Mensch das ihm gegenwĂ€rtig drohende„Schicksal“, innerhalb einer dystopischen Weltordnung zu enden, wieder auflösen, so dass der Weg zu einer neuen, biologischen Kulturgestaltung frei wird.

Quellen

1: Buchhinweis: Daniel Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken, Penguin Verlag, 2011

2.Bibelstelle: Ritus von Jom Kippur 3. Buch Mose 16,1-28

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Die Probleme mit der Panik und mit der allergischen Reaktion

Da die neoliberale Agenda heute in einer zunehmend willkĂŒrlichen Weise das Überleben des einfachen Menschen bedroht, kommt es bei den betroffenen Menschen immer hĂ€ufiger zu panischen Reaktionen. Wie bei jeder natĂŒrlichen Lebensgefahr wird dadurch das menschliche Denken ausgeschaltet, damit der Mensch seine Aufmerksamkeit konzentrieren und die Bedrohung von Außen entweder durch einen Angriff oder durch eine Flucht abwenden kann. Da es sich bei der neoliberalen Agenda jedoch um keine natĂŒrliche, sondern um eine ĂŒbernatĂŒrliche, relativ ungreifbare Bedrohung handelt, bleibt der „einfache“ Mensch in einem Zustand der stĂ€ndigen untergrĂŒndigen Angst gefangen und entwickelt eine entsprechende AnfĂ€lligkeit fĂŒr eine Panik, fĂŒr allergische Reaktionen und fĂŒr verschiedene Angsterkrankungen. Dadurch bleibt das einfache natĂŒrliche Denken und Handeln des Menschen notwendig dauerhaft gestört, bzw. blockiert.

Der einfache Mensch kann auf die Herrenmenschen seiner Standeskultur (Beamte, Arbeitgeber, Familienmitglieder) nicht aggressiv reagieren oder vor ihnen fliehen, ohne die untergrĂŒndigen kulturbedingten Bedrohungen fĂŒr seine eigene Existenz weiter zu intensivieren. Daher richten viele Menschen in ihrer Not ihre Ängste und allergischen Reaktionen in Form von Autoaggressionen gegen sich selbst. Eine scheinbare Erlösung aus dieser Notlage bietet vor allem das Ideal der Selbstlosigkeit, nach dem Motto „wo kein Ich ist, da gibt es auch kein Problem. Ein derartiger passiv-aggressiver Nihilismus kommt notwendig einem Selbstverrat gleich und fĂŒhrt die Betroffenen in eine absolute GleichgĂŒltigkeit. Notwendig ist eine solche Selbstorganisation keine Lösung auf Dauer, da eine destruktive Wendung der kulturbedingten Panik gegen das eigene Ich zu einem schleichenden seelischen und geistigen Selbstmord fĂŒhrt.

Innerhalb der 68er-Revolution hat der moderne Mensch einen regelrechten Kult der Antireaktion auf die traditionelle Standeskultur entwickelt, aus dem unter anderem der politische Feminismus und der politische Linksextremismus hervorgegangen sind. Dadurch kam es zu einer immer selbstverstĂ€ndlicher werdenden allergischen Kulturkritik, die bis heute mehrere spezifische AuslĂ€ufer eines gesellschaftlichen Anti-Kults hervorgebracht hat (Punk, Hip-Hop, etc.). Das inwendige Problem derartiger reaktionĂ€rer Bewegungen besteht vor allem darin, dass der allergische Kult dazu neigt, auf eine grenzenlose Weise zu eskalieren. Dies fĂŒhrt unter anderem dazu, dass sich ein allergischer Slang und bestimmte allergische Redewendungen ausbilden, so dass fĂŒr alle Teilnehmer am Anti-Kult eine eigenstĂ€ndige RealitĂ€tsblase entsteht.

Die Teilhaber an dieser RealitĂ€tsblase entwickeln mit der Zeit eine Hörigkeit fĂŒr alle Ă€hnlichen allergischen und reaktionĂ€ren Ansichten in der Gesellschaft, so dass sie in einer entsprechenden, relativ unkritischen Weise ĂŒbernommen werden. Durch diesen Werdegang ist bis heute ein wirksames gesellschaftliches Hindernis fĂŒr eine reale VerĂ€nderung der Kulturkonstitution entstanden, da die allergischen und extremistischen gesellschaftlichen Gruppierungen jeweils in ihrer eigenen RealitĂ€tsblase verbleiben und daher untereinander keinen stabilen ideologischen Konsens herstellen können, der ĂŒber eine gemeinsame Demonstration auf der Straße hinaus geht. Dadurch trĂ€gt jeder allergische und extremistische gesellschaftliche Antikult auf eine tragische Weise dazu bei, dass sich die Standeskultur relativ ungehindert weiter aufrecht erhalten kann.

Wie die Geschichte gezeigt hat, tendiert auch die allergische revolutionĂ€re Bewegung eines ganzen Volkes zu einem tragischen kontraproduktiven Verlauf. Dies ist vor allem durch die Geschichte der Französischen Revolution deutlich geworden. Die revolutionĂ€re Bewegung tendiert wie jeder gesellschaftliche Antikult dazu, sich gegen den scheinbar fĂŒr alles allein verantwortlichen sadistischen Herrenmenschen zu richten und vergisst die masochistische Rolle, die das einfache Volk in jeder Standeskultur verwirklicht, ohne die sich eine Standeskultur nicht aufrecht erhalten kann.

MĂŒndet der revolutionĂ€re Prozess in eine Explosion der ideologischen, emotionalen oder körperlichen Gewalt, dann entwickeln die allergischen RevolutionĂ€re in der Regel frĂŒher oder spĂ€ter den gleichen Grad einer bodenlosen sadistischen Gewaltanwendung, wie die Herrenmenschen, die man durch die Revolution entmachtet hat. Diese „Infektion“ mit einem bodenlosen sadistischen Gewaltverhalten ist zu einem regelrechten PhĂ€nomen der revolutionĂ€ren Bewegungen innerhalb der Geschichte der Standeskultur geworden.

Solange sich der Kulturmensch daher nicht der Tatsache in einer hinreichenden Weise bewusst ist, dass die Menschen einer Standeskultur krankhafte sadistische und masochistische Verhaltensweisen entwickeln, findet er notwendig auch keinen gangbaren Weg fĂŒr die Umsetzung einer konstruktiven sozial-symbiotischen Gesellschaftsorganisation.

FĂŒr eine natĂŒrliche Kulturorganisation ist es vor allem notwendig, dass der „einfache“ Mensch seine eigene masochistische Erkrankung erkennt und bewĂ€ltigt, da er es ist, der die Kultur am Laufen hĂ€lt. Der einfache Mensch bildet die natĂŒrliche Mehrheit in der Kultur, so dass er innerhalb einer biologischen Kulturorganisation seinen natĂŒrlichen Einfluss geltend machen und die Gestaltung der Kultur wesentlich mitbestimmen kann. Sobald sich der einfache Mensch daher bewusst von seinem gegenwĂ€rtigen passiven, verantwortungsscheuen und masochistischen Überlebensrezept befreit, ist der Weg zu einer natĂŒrlichen und gesunden Gesellschaftsorganisation nicht mehr weit.

FĂŒr einen solchen aktiven Emanzipationsprozess ist es notwendig, dass der einfache Mensch die ĂŒbernatĂŒrliche Panik und die allergische Reaktion als eine schwerwiegende Beziehungsfalle erkennt. Diese Falle kann er nur umgehen, wenn er auf das widernatĂŒrliche Verhalten der Herrenmenschen nicht panisch oder allergisch reagiert. DafĂŒr muss er vor allem nachvollziehen, wie der Herrenmensch seit 5000 Jahren sein Ziel der absolutistischen Macht ĂŒber den einfachen Menschen erreicht:

Der Herrenmensch baut sein absolutistisches Machtstreben vor allem auf dem natĂŒrlichen Streben des „naiven“ Menschen nach sozial-symbiotischen Beziehungen auf. Indem sich der Herrenmensch bewusst und gezielt widernatĂŒrlich, asozial und unertrĂ€glich verhĂ€lt, erzeugt er durch dieses Verhalten die Falle eines destruktiven Beziehungs-Teufelskreises. Dieser Teufelskreis setzt dann ein, wenn der „einfache“ Mensch auf die Beziehungsagenda des Herrenmenschen spontan mit dem Versuch reagiert, die Beziehung zum Herrenmenschen zu harmonisieren. Der dabei zur Wirkung kommende soziale Grundimpuls des einfachen Menschen erkennt das widernatĂŒrliche Verhalten des Herrenmenschen nicht, weil der spontane und naive Mensch grundsĂ€tzlich nicht davon ausgeht, dass sich ein Mensch in einer widernatĂŒrlichen und krankhaft asozialen Weise verhalten und organisieren will.

Durch diese tragische Blindheit fĂŒr die besondere Beziehungsagenda des Herrenmenschen entsteht in der Regel eine destruktive Beziehung zwischen dem naiven Menschen und dem Herrenmenschen, die sich durch ein willkĂŒrliches und asoziales Herrenmenschen-Verhalten und durch eine kontraproduktive „Anpassung“ des naiven Menschen auszeichnet.

Bis heute versucht der Herrenmensch die Ursache-Wirkungs-Folge dieser „normalen“ Beziehungskonstitution der Standeskultur ideologisch dadurch zu stabilisieren, dass er der „NaivitĂ€t“ des einfachen Menschen und damit der empathischen Sozialnatur des Menschen die Schuld an der entstehenden Beziehungskonstellation zuspricht. Nimmt der einfache Mensch diese Schuldzuweisung auf welche Weise auch immer an, dann entsteht ein akuter Teufelskreis einer stĂ€ndig sich intensivierenden Konfliktbeziehung, die zu einem fortschrittlichen Machtgewinn des Herrenmenschen ĂŒber den naiven Menschen fĂŒhrt.

Das bewusste Nachvollziehen dieses tragischen Beziehungsprozesses fĂŒhrt den „einfachen“ Menschen zu der unangenehmen aber notwendigen Schlussfolgerung, dass er auf die offizielle Weltsicht des Herrenmenschen nichts geben und sich keinen Illusionen ĂŒber die Zielsetzungen des Herrenmenschen hingeben darf.

 

Buchdaten

 

Taschenbuch

Das Buch umfasst 112 Seitem, hat die ISBN Nr. 978-3-75437-989-9 und ist fĂŒr 14,00 Euro in allen Buchhandlungen und in vielen Internet-Buch-Shops erhĂ€ltlich.

Der folgende Buch-Shop liefert das Buch mit einem europaweiten kostenlosen Versand inerhalb von 3 bis 6 Tagen.

https://www.bod.de/buchshop/2035-der-mensch-schafft-die-menschlichkeit-ab-wol fgang-hauke-9783754379899

Sie erhalten das Buch auch bei vielen großen HĂ€ndlern wie Thalia, Hugendubel und Amazon innerhalb von 3 bis 5 Tagen.

Als einer Alternative dazu gibt es die Autorenwelt, eine Gesellschaft im Verantwortungseigentum, die sich dem Autorenwohl verpflichtet hat. So erhalten die Autoren unter anderem eine Sonder-AusschĂŒttung fĂŒr alle dort bestellten BĂŒcher. Auch die Autorenwelt liefert das Buch in 3 bis 5 Tagen. Sie finden das Buch unter der folgenden Internetadresse.

https://shop.autorenwelt.de/products/2035-der-mensch-schafft-die-menschlichkeit- ab-von-wolfgang-hauke?variant=39928806670429

 

E-Book

Das Buch hat die ISBN  978-3-98646-699-2 und ist ab sofort fĂŒr 9,99 in zahlreichen Buch-Shops verfĂŒgbar

DarĂŒber hinaus ist das E-Book sowohl als E-Pub Datei als auch in Form einer PDF Datei unter der folgenden Interetadresse erhĂ€ltlich

 https://www.xinxii.de/wirtschaft-politik-574/gesellschaft-698/2035-der-mensch-sch afft-die-menschlichkeit-ab-511451

 

Nachwort

Das Buch “2035 - Der Mensch schafft die Menschlichkeit ab” ist Teil einer Buch-Trilogie, die in den letzten 20 Jahren entstanden ist. Diese Trilogie beschĂ€ftigt sich eingehend mit der kulturellen Vergangenheit, mit den Problemstellungen der gegenwĂ€rtigen Kultursituation und mit den Möglichkeiten einer kulturellen Gestaltung fĂŒr eine erfreuliche menschliche Zukunft auseinander:

1. Teil: Das Buch „Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung – oder die Erfindung der Sklaverei und ihre Folgen“ beleuchtet die Vergangenheit der menschlichen Evolutionsgeschichte. Das Buch thematisiert den fundamentalen Widerspruch zwischen den natĂŒrlichen Anlagen des Menschen fĂŒr eine freiheitliche und soziale Gemeinschaftsorganisation und der Tatsache, dass der „Herrenmensch” den „einfachen" Menschen seit der Erfindung der Sklaverei und der Standeskultur vor ca. 5000 Jahren in einer regelrechten Weise entrechtet und ausbeutet.

Zudem erörtert das Buch die Entwicklung der Standeskultur von der frĂŒhen Antike bis in die Gegenwart und konzentriert sich ab dem frĂŒhen Mittelalter auf die deutsche Kulturgeschichte. Auf diese Weise erschließt sich dem Leser nach und nach ein VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wie und warum es zu den kulturellen Schwierigkeiten gekommen ist, mit denen der Mensch heute zu kĂ€mpfen hat.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.die-geschichte-der-kulturellen-fehlentwicklung.de

2. Teil: Das Buch „2035 – Der Mensch schafft die Menschlichkeit ab – Eine berechtigte Warnung“ analysiert die gegenwĂ€rtige globale Kultursituation in einer ungeschminkten Weise und fĂŒhrt die immer mehr aus dem Ruder laufenden Kulturentwicklungen auf ihre jeweiligen Ursachen zurĂŒck. Dadurch kommt das Buch zu dem Schluss, dass die vor 5000 Jahren durch die Erfindung der Sklaverei entstandene Standeskultur beendet werden muss, da sie die zwischenmenschlichen Beziehungen auf eine grundsĂ€tzliche Weise vergiftet. Diese Vergiftung hat sich seit der Industrialisierung derart potenziert, dass der Mensch heute im Begriff ist, seine biologische ZurechnungsfĂ€higkeit zu verlieren. Es ist daher an der Zeit fĂŒr den Menschen, ĂŒber eine neue Kulturkonstitution nachzudenken, welche die soziale Natur des Menschen und das Leben auf der Erde in einer gebĂŒhrenden Weise respektiert.

3. Teil: Das Buch „Die Befreiung von der Standeskultur - durch den natĂŒrlichen dritten Weg“ setzt sich mit den wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander, die der Mensch fĂŒr die Umsetzung einer nachhaltigen natĂŒrlichen Gesellschaftsorganisation benötigt. Die Natur der Erde organisiert sich sowohl auf eine relative als auch auf eine heterarchische Weise, so dass der Mensch, der seit der Erfindung der Sklaverei eine absolutistische Hierarchie innerhalb seiner Gesellschaft verfestigt hat, im Grunde eine widernatĂŒrliche Selbstorganisation betreibt. Das Buch stellt daher die Konstitution der traditionellen Standeskultur zur Diskussion und erörtert den ideologischen und praktischen Weg, den der heutige Mensch gehen kann, um sich in Zukunft auf eine biologische Weise zu organisieren.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.die-befreiung-von-der-standeskultur.de

 

Das Buch „German Angst“

Das Buch „German Angst - Ihre geschichtlichen Wurzeln und ihre ideologische Aufarbeitung” ist ein Kind der Buch-Trilogie und beleuchtet ein besonderes Symptom der traditionellen Standeskultur: Die Entstehung einer ĂŒbernatĂŒrlichen Angst, die nicht nur die menschliche Seele, sondern auch den menschlichen Verstand lĂ€hmt. Davon waren und sind die deutschen Völker in einer besonderen Weise betroffen.

Die deutsche Geschichte ist durch 3 traumatische DreißigjĂ€hrige Kriege geprĂ€gt, die das Verhalten der Deutschen noch heute in einer erheblichen Weise prĂ€gen. Vor allem in kulturellen Krisenzeiten kommt dadurch in vielen Deutschen eine besondere „German Angst“ zum Vorschein, die dazu tendiert, sowohl die GemĂŒtsverfassung als auch das Denken in einer schwerwiegenden Weise zu beeintrĂ€chtigen.

Die German Angst hat sich bis heute durch die deutsche Erziehung generativ ĂŒbertragen, so dass es fĂŒr alle Betroffenen wichtig geworden ist, die Entstehungsgeschichte der German Angst auf eine gezielte Weise aufzuarbeiten. Das Buch bietet eine fundierte UnterstĂŒtzung fĂŒr diesen Prozess, so dass die German Angst durch ein neues, bewusstes Denken, FĂŒhlen und Handeln erheblich reduziert bzw. aufgelöst werden kann.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.german-angst.info

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Aktuelle Artikel ĂŒber die jĂŒngsten politischen und kulturellen Entwicklungen

1. Die aktuelle Entwicklung des Staates zu einem neoliberalen Kriegsgewinnler

Wie bereits vor einigen Monaten vorausgesehen, wird die neoliberale Politik der neuen deutschen Regierung immer asozialer und verliert nach und nach alle Hemmungen fĂŒr eine neoliberale Selbstorganisation. Dadurch wird sie fĂŒr den einfachen StaatsbĂŒrger langsam aber sicher zu einer grundlegenden Gefahr. Mit der skurrilen Diskussion um eine geringfĂŒgige Subventionierung der hohen Benzinpreise, die bis heute nicht erfolgt ist, hat die deutsche Regierung jeden sozialen Bezug auf das eigene Volk aufgegeben und bekennt sich klar und deutlich zu einer neoliberalen Machtpolitik. Diese Machtpolitik entspricht der Agenda einer globalen RĂ€uberbande im Sinne der Definition von Augustinus vo Hippo (354 – 430 n. Chr.), einem frĂŒhen Kirchenvater der Katholischen Kirche: „Was sind ĂŒberhaupt Reiche, wenn die Gerechtigkeit fehlt, anderes als große RĂ€uberbanden? Sind doch auch RĂ€uberbanden nichts anderes als kleine Reiche“. Sie sind eine Schar von Menschen, werden geleitet durch das Regiment eines AnfĂŒhrers [Black Rock; Anm.d.Verf.], zusammengehalten durch Gesellschaftsvertrag und teilen ihre Beute nach Maßgabe ihrer Übereinkunft. Wenn eine solche schlimme Gesellschaft durch den Beitritt verworfener Menschen so ins Große wĂ€chst, daß sie Gebiete besetzt, Niederlassungen grĂŒndet, Staaten erobert und Völker unterwirft, so kann sie mit Fug und Recht den Namen „Reich“ annehmen, den ihr nunmehr die Öffentlichkeit beilegt, nicht als wĂ€re die Habgier erloschen, sondern weil Straflosigkeit dafĂŒr eingetreten ist. HĂŒbsch und wahr ist der Ausspruch, den ein ertappter SeerĂ€uber Alexander dem Großen gegenĂŒber getan hat. Auf die Frage des Königs, was ihm denn einfalle, daß er das Meer unsicher mache, erwiderte er mit freimĂŒtigem Trotz: „Und was fĂ€llt dir ein, daß du den Erdkreis unsicher machst? Aber freilich, weil ich es mit einem armseligen Fahrzeug tue, nennt man mich einen RĂ€uber, und dich nennt man Gebieter, weil du es mit einer großen Flotte tust.“

Die Absage einer Hilfe fĂŒr das eigene Volk betrifft gegenwĂ€rtig nicht nur den hohen Benzinpreis, sondern auch die geringfĂŒgige Erhöhung des Hartz IV Satzes trotz stark gestiegener Lebenshaltungskosten. https://lebensmittelpraxis.de/handel-aktuell/33511-handel-preise-steigen-weiter.html Dadurch macht sich der Staat zu einem eigenstĂ€ndigen neoliberalen Player innerhalb einer seit langem existierenden PPP (Public-Private-Partnership) Kooperation mit der globalen Konzernwirtschaft.

Der deutsche Staat erhĂ€lt fĂŒr jeden Liter Benzin einen Steueranteil (siehe: https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/diesel-und-super-immer-teurer- wie-viel-steuern-stecken-im-spritpreis;art416,11068101 ). Da der deutsche Staat ohnehin mehr Steuern auf das Benzin erhebt als z.B. Österreich, ist es in jedem Fall angemessen, die Mehrwertsteuer-Verdienste auf den erhöhten Spritpreis, die der BĂŒrger bei jedem Tanken mitbezahlt, wieder in Form von Subventionen zu erstatten. Eine solche Subvention wĂŒrde die Benzinpreise um ca. 10 Cent reduzieren. Solange die Regierung dies nicht veranlasst, macht sie den deutschen Staat zwangslĂ€ufig zu einem Kriegsgewinnler am Ukraine-Krieg und dessen Folgen. Ein derartiges „GeschĂ€ftsmodell“ entspricht dem GeschĂ€ftsmodell eines seit 35 Jahren existierenden neoliberalen Krieges von Reich gegen Arm und sendet ein eindeutiges Signal an die heutige Gesellschaft: Die Deutschen können sich nicht lĂ€nger auf eine soziale Gestaltung der Gesellschaft verlassen. Dies betrifft letztlich auch das fĂŒr alle in Aussicht gestellte BĂŒrgergeld, auf das viele Menschen ihre Hoffnung setzen.

Korrigiert die deutsche Regierung nicht den Geist, in dem sie augenblicklich handelt, dann macht sie sich notwendig zu einem Teil einer globalen PPP-RĂ€uberbande, die den Menschen zunehmend in einer neoliberalen Weise diktiert und ausbeutet. Der Sadismus und die HĂ€me, die heute in der Politik wohnen, sind nichts anderes als die Symptome einer sich immer mehr verhĂ€rtenden Respektlosigkeit und Missachtung der BĂŒrger durch die eigene Regierung. Der Geist, der hier am Werk ist, ist bereits so kalt und abgebrĂŒht, dass das Streben nach Profit und Macht selbstredend mehr zĂ€hlt als die sozialen menschlichen BedĂŒrfnisse und Interessen. Dadurch wird erstmals klar und deutlich, dass der Neoliberalismus zu einer Wiedergeburt jenes ĂŒberaus asozialen und diktatorischen Geistes gefĂŒhrt hat, der bereits in den Anfangszeiten des „liberalen“ Kapitalismus durch eine grenzenlose asoziale Gewaltanwendung zur Entfaltung gekommen ist. Die darĂŒber auch heute wieder zunehmend selbstverstĂ€ndlich werdende Verachtung des einfachen „Proletariats“ ist fĂŒr alle Betroffenen ĂŒberaus gefĂ€hrlich, da die mĂ€chtige Hebelwirkung einer kalten StaatsbĂŒrokratie unermessliche materielle, seelische und geistige SchĂ€den hervorrufen kann. Die deutsche Geschichte kennt bereits mehrere Beispiele einer solchen Entwicklung.

Es ist daher unabdingbar geworden, dass der heutige Mensch die PPP-Kooperation zwischen einer neoliberalen Privatwirtschaft und einem neoliberal sich organisierenden Staat richtig einschĂ€tzt, da sie „wie selbstverstĂ€ndlich“ dazu tendiert, alles Leben der Erde auf eine absolutistische Weise zu vereinnahmen, zu diktieren und auszubeuten. FĂŒr ein solches willkĂŒrliches, widernatĂŒrliches und krankhaftes Streben gibt es keine sozialen oder biologischen Grenzen.

Die besondere menschliche Natur ist keineswegs so hart im Nehmen, wie der Mensch gerne glaubt, da sie durch essenzielle soziale BedĂŒrfnisse gekennzeichnet ist, die der Mensch erfĂŒllen muss, um gesund und glĂŒcklich leben zu können. Die WillkĂŒr, mit welcher der Neoliberalismus heute die natĂŒrlichen BedĂŒrfnisse des Menschen und aller Lebewesen der Erde ĂŒbergeht, entspringt einem destruktiven, weil widernatĂŒrlichen Geist, der versucht, den Menschen an eine absolutistische kulturelle Megamaschine „anzupassen“. Dadurch zersetzt die gegenwĂ€rtige Kulturentwicklung die eingeborene soziale Empathie des Menschen und verwandelt das natĂŒrliche SelbstverstĂ€ndnis des Menschen in das funktionale SelbstverstĂ€ndnis eines Arbeiters, Verbrauchers und Steuerzahlers. Auf diese Weise wird der Mensch zu einer Nummer ohne Persönlichkeit, die zu einer ĂŒbernatĂŒrlichen, sich selbst laufend “optimierenden” Leistungsmaschine mutiert.

Das neoliberale Streben transportiert daher das grundlegende selbstzerstörende Ziel, das natĂŒrliche Leben durch die Gestaltung einer kapitalistischen Kulturmaschine nicht nur zu verbessern, sondern vollstĂ€ndig zu ersetzen. Entsprechend rĂŒcksichtslos verfĂ€hrt die neoliberale Agenda heute mit der Natur der Erde und mit allen Menschen. Wer diesen Wahn nicht begreift, gefĂ€hrdet sich heute automatisch selbst, da jede Offenheit und jede Anpassung an die neoliberale PPP-Agenda einen weiteren Schritt in die gesellschaftliche Selbstzerstörung bedeutet.

Die Wurzel der heutigen ĂŒberaus vertrackten Kultursituation finden wir in der jĂŒngeren amerikanischen Geschichte, da im spĂ€ten 19. Jahrhundert einige ĂŒberaus mĂ€chtige Konzerne in Amerika entstanden sind, die auf bestimmten wirtschaftlichen Gebieten eine Monopolstellung und damit eine absolutistische wirtschaftliche Macht erreicht haben. Dadurch ist in Amerika ein neuer Wirtschaftsadel entstanden, der einen ökonomischen Machtkrieg von Reich gegen Arm mit allen denkbaren und undenkbaren Mitteln begonnen hat. Der amerikanische Volksmund hat die entsprechenden Wirtschafts-Potentaten folgerichtig mit dem Begriff „Robber-Barons“ bezeichnet.

Um sich von der damals noch existierenden staatlichen GĂ€ngelung zu befreien und um sich neue GeschĂ€fts- und Machtfelder zu erschließen, haben die Robber-Barons mit der UnterstĂŒtzung von PrĂ€sident Woodrow Wilson die GrĂŒndung eines durch Privatbanken kontrollierten Federal Reserve Bankensystems in Amerika auf den Weg gebracht. Dadurch haben sich die inneren MachtverhĂ€ltnisse in Amerika ab 1913 zwangslĂ€ufig verschoben. 1921 kam es zudem zur GrĂŒndung der bis heute mĂ€chtigsten amerikanischen Denkfabrik, dem CFR (Council of Foreign Relations), in dem sowohl hohe amerikanische Staatsbeamte als auch viele namhafte „Global Player“ Mitglieder waren und noch heute sind. Bereits hier ist das Modell des PPP (Public-Private-Partnership) entstanden, als einer regelrechten Kooperation zwischen der amerikanischen Exekutive und dem amerikanischen Wirtschaftsadel.

Da nach den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts die offizielle Wirtschaftsdoktrin eines „liberalen“ Kapitalismus aufgehoben und durch eine regulierte Wirtschaft ersetzt worden war, kam es in der Folge zu einer wirtschaftlichen BlĂŒte im Sinne eines „Wohlstands fĂŒr alle“ innerhalb der westlichen Kulturen. Diese Wirtschaftsagenda wurde 1984 durch den „Washington Consensus“ aufgelöst und wieder durch eine „liberale“ und damit ungebremste kapitalistische Agenda ersetzt, dem bis heute aktuell gebliebenen Neoliberalismus. Wir können daher davon ausgehen, dass alle seither erfolgten neoliberalen Maßnahmen und auch die ab 2010 immer „liberaler“ angewandten „social engineering“ Projekte der „1. Welt“ im CFR sorgfĂ€ltig diskutiert und vorbereitet worden sind.

Wir haben es bei den gegenwĂ€rtigen Kulturentwicklungen daher keineswegs mit einem göttlichen „Schicksal“, sondern mit einer ungebremsten profanen menschlichen Machtsucht und Profitsucht zu tun, durch die sich der Mensch „voller Überzeugung“ auf den Weg zur Selbstzerstörung befindet. Wie destruktiv der Geist ist, der hinter dieser Entwicklung steht, wird auch dadurch deutlich, dass die Psyche des Menschen heute stĂ€ndigen, sorgfĂ€ltig ausgeklĂŒgelten medialen Angriffen ausgesetzt ist, die das Denken und Handeln des Menschen verĂ€ndern und verzerren und die Entstehung von psychischen Erkrankungen begĂŒnstigen.

Es bringt dem Menschen daher nichts, wenn es ihm hin und wieder gelingt, einzelne Symptome eines bösartigen kapitalistischen Kulturgeistes zu orten und zu reduzieren, wenn er nicht seine grundlegende Kulturkonstitution Ă€ndert. Solange der Mensch eine Kultur unterstĂŒtzt, die regelrechte Herrenmenschen, Dienermenschen und Sklavenmenschen produziert, wird es auch mĂ€chtige RĂ€uberbanden und eine Masse von ausgebeuteten Menschen geben, die eine entsprechende gesellschaftliche Welt kultivieren. Nur die Besinnung des Menschen auf eine natĂŒrliche Kulturkonstitution, in der es keine auserwĂ€hlten Herrenmenschen und unerwĂ€hlten Diener- und Sklavenmenschen mehr gibt, kann den heutigen Menschen vor einer fortschreitenden kulturbedingten Selbstzerstörung bewahren.

 

2. Mit welchem Recht bringt die deutsche Regierung die Deutschen und die EuropÀer in Gefahr?

Die deutsche AufrĂŒstung und die deutschen RĂŒstungslieferungen sind ein gefĂ€hrliches Spiel mit dem Feuer und können die Beziehungen zu Russland und zu den anderen BRICS-Staaten nachhaltig stören.

Eine kulturelle Entwicklung hat in der Regel nicht nur eine Ursache, sondern viele GrĂŒnde, die zusammen eine komplexe Situation erzeugen. Dies trifft auch auf die gegenwĂ€rtige deutsche Politik fĂŒr den Krieg in der Ukraine zu.

Der Mensch hat mit der Umsetzung der Standeskultur vor ca. 5000 Jahren ein unnatĂŒrliches RechtsverstĂ€ndnis verinnerlicht, das auf einer willkĂŒrlichen absolutistischen Gottesvorstellung basiert und ganz im Sinne der ersten „Herrenmenschen“ zur Wirkung gekommen ist. Dadurch hat der Mensch die soziale Gerechtigkeit durch eine sterile Rechtsetzung ersetzt, die bis heute ein unnatĂŒrliches und unmenschliches Herrenmenschen-Produkt geblieben ist. Mit einer ausgiebigen religiösen Erziehung des „einfachen Volkes“ zur Selbstlosigkeit und zum Gehorsam gegenĂŒber allen KulturautoritĂ€ten konnte der „Herrenmensch“ dadurch eine stĂ€ndige Herrschaft der Wenigen in die Umsetzung bringen und ĂŒber 200 Generationen hinweg nachhaltig aufrecht erhalten.

Wohin diese „legalisierte“ absolute Beherrschung und Ausbeutung der Völker gefĂŒhrt hat, wird heute langsam aber sicher durch eine fortschrittliche ideologische und soziale UnzurechnungsfĂ€higkeit des Menschen deutlich. Jeder, der die traditionellen ideologischen und religiösen GlaubenssĂ€tze der Standeskultur noch heute tĂ€glich sanktioniert und „kultiviert“ wird darĂŒber auf eine tragische Weise zu einem Gegner seiner eigenen Sozialnatur und steht seinem natĂŒrlichen LebensglĂŒck beharrlich im Weg.

Was passieren kann, wenn die ĂŒbernatĂŒrliche Rechtsprechung der Standeskultur in einer willkĂŒrlichen Weise angewandt wird, zeigt sich heute an einem immer gefĂ€hrlicher werdenden politischen Aktionismus, der mit dem Leben der Menschen spielt, als wĂ€ren es nur Playmobil-Figuren. Ein Beispiel dafĂŒr ist die Reaktion der deutschen Regierungsparteien auf den Ukraine-Krieg in Form einer Bereitstellung eines steuerlichen „Sondervermögens“ fĂŒr eine militĂ€rische AufrĂŒstung. Eine solche Maßnahme grenzt an einen leichtfertigen GrĂ¶ĂŸenwahn, der alle EuropĂ€er gleichermaßen gefĂ€hrdet. Die deutsche AufrĂŒstung in Zeiten eines wieder aufkeimenden Kalten Krieges zwischen Ost und West gleicht dem Verhalten eines Gorillas, der sich selbst glauben macht, er wĂ€re dadurch, dass er sich krĂ€ftig auf die eigene Brust klopft, ein starker Gorilla. Dass es da zwei weit mĂ€chtigere Gorillas gibt, von welchen die potenzielle Gefahr einer Vernichtung aller EuropĂ€er ausgeht, registriert der deutsche Gorilla scheinbar nicht in einer hinreichenden Weise. Dadurch stellt sich die grundlegende Frage, ab wann eine Regierung gegen ihren grundsĂ€tzlichen natĂŒrlichen Auftrag fĂŒr den Selbsterhalt einer Volksgemeinschaft verstĂ¶ĂŸt?

Eine militĂ€rische AufrĂŒstung ist heute nichts anderes als ein leichtsinniges Spielen mit dem Feuer, einem Feuer, an dem sich die Deutschen und die EuropĂ€er sehr leicht verbrennen können. Wenn daher das Ressentiment und eine aufgesetzte empörte Gerechtigkeit ĂŒber den Ukraine-Krieg den politischen Verstand so sehr vernebeln, dass alle Menschen in Gefahr geraten, dann stellt sich zudem die Frage, ob die entsprechenden Regierungen noch biologisch zurechnungsfĂ€hig sind.

Seitdem die SPD und GRÜNEN zur Jahrtausendwende ihr eigenes SelbstverstĂ€ndnis und ihr jeweiliges GrĂŒndungsstatut verraten haben, haben wir es mit einer Politik zu tun, die essenzielle WidersprĂŒche in sich kultiviert und immer mehr vor sich her trĂ€gt. Welche Folgen dies heute hat, erkennen wir darin, dass sich die Politik ununterbrochen in ideologische und politische KuriositĂ€ten verrennt.

Insbesondere die Agenda der SPD ist zu einer Gefahr fĂŒr alle Menschen geworden, da sie zum wiederholten Mal die Interessen der „Proletarier“ in einer grundlegenden Weise verrĂ€t und dadurch eine hartnĂ€ckige Ignoranz ihrer eigenen ideologischen Wurzeln betreibt. Schon Friedrich Ebert hat nach dem Ende des 1. Weltkrieges eine in Deutschland sich entwickelnde revolutionĂ€re Bewegung fĂŒr die Umsetzung einer RĂ€terepublik durch ein politisches BĂŒndnis mit dem deutschen MilitĂ€r zerschlagen. Dadurch ist die deutsche Folgegeschichte der Weimarer Republik relativ unglĂŒcklich verlaufen, da keine hinreichenden politischen Konsequenzen aus dem 1. Weltkrieg gezogen worden sind und im Grunde alles beim alten geblieben ist.

Die Situation des Ukraine-Krieges hat heute etwas Surrealistisches, was dadurch zu erklĂ€ren ist, dass Schauspieler, die zu PrĂ€sidenten werden, die Neigung verinnerlichen, bittere KulturrealitĂ€ten zu ĂŒberspielen, um ihrem Auftrag nachzukommen, die Menschen zu unterhalten. Bereits bei Ronald Reagan hat dies zu ĂŒberaus schwerwiegenden kulturellen Konsequenzen gefĂŒhrt, da er und Margret Thatcher einen neuen neoliberalen politischen Kurs eingelĂ€utet haben, der heute allen Menschen zunehmend auf den NĂ€geln brennt.

Die gegenwĂ€rtige deutsche Politik ist nicht hinreichend nachzuvollziehen, ohne dass man die Tatsache in Rechnung stellt, dass die Amerikaner zum Ende des Zweiten Weltkrieges nicht nur eine physikalische, sondern auch eine psychische Atombombe durch ihre Forderung einer „Bedingungslosen Kapitulation“ gezĂŒndet haben. Sowohl das deutsche als auch das japanische Volk haben dadurch ganz besondere Verhaltenssymptome ausgebildet, die eine Existenzsicherung durch einen ausgeprĂ€gten Materialismus und Kapitalismus betreiben und zahlreiche Nebenwirkungen verursachen. Wir finden in der Natur kein Konzept fĂŒr eine „Bedingungslose Kapitulation“, die einer absoluten Selbstaufgabe gleich kommt, so dass es sich dabei um eine ĂŒbernatĂŒrliche und damit um eine willkĂŒrliche, unmenschliche Forderung handelt. Dies zieht notwendig entsprechende psychologische Symptomerscheinungen nach sich, von denen vor allem die sogenannte „Identifikation mit dem Aggressor“ starke Auswirkungen hat.

Die Identifikation mit dem Aggressor ist eine tragische psychische Verirrung, die im Krankheitskatalog der Psychologie gefĂŒhrt wird. Vor allem die Deutschen sind gut darin beraten, diesem Krankheitsbild eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, da sie immer mehr zur IrrationalitĂ€t, zum Selbstverrat und zur Selbstlosigkeit tendieren. Die Deutschen schweben daher notwendig so lange in einer realen Gefahr, solange die deutsche Politik den „Darth Vader“ fĂŒr eine amerikanische Agenda in Europa umsetzt, ohne dass sie sich hinreichend bewusst ist, was sie dadurch tatsĂ€chlich aufs Spiel setzt.

 

3. Die Folgen der zunehmend widernatĂŒrlich und asozial werdenden Kulturorganisation

Der Mensch nutzt heute mehr denn je religiöse, politische und anderweitige Ideologien, um sein tĂ€gliches Kulturverhalten vor Gott und der Welt zu rechtfertigen. WĂŒrde der Mensch damit aufhören, sich auf eine widernatĂŒrliche und asoziale Weise zu organisieren, gĂ€be es fĂŒr den Menschen auch keine individuellen und kulturellen Probleme, die nicht lösbar sind.

Diese einfache und elementare Feststellung ist es, die der einfache Mensch heute trotz seiner Neigung zu allen möglichen Ablenkungen wieder ins Zentrum seines Weltbildes stellen muss, um den augenblicklichen Kurs der individuellem und kulturellen Selbstzerstörung beenden zu können. DafĂŒr reicht der persönliche Vorsatz des Einzelnen alleine nicht aus, da es dazu auch die klare Forderung des Einzelnen an seine Mitmenschen braucht, sich stets an der Natur der Erde und an der sozialen Natur des Menschen zu orientieren. Erst wenn der Mensch diese essenzielle Notwendigkeit fĂŒr eine konstruktive Kulturgestaltung begreift und ohne Wenn und Aber einfordert, weiß er auch, was er von jeder Art der asozialen und widernatĂŒrlichen WillkĂŒr zu halten hat, die der Mensch heute so selbstverstĂ€ndlich ĂŒber sich selbst und alle Lebewesen der Erde ausgießt; als gĂ€be es die Natur der Erde und die Natur des Menschen nicht.

Jede kleine widernatĂŒrliche und asoziale „SĂŒnde“, die der Einzelne und die Kultur als Ganzes an jedem Tag produziert, gleicht einem Stich ins Herz der Natur. Die Verletzungen der Natur verursacht der heutige Mensch vor allem durch ein absolutistisches Machtstreben ĂŒber alles Leben der Erde. Wer sich von dieser traditionellen Kulturagenda einer sado-masochistischen Standeskultur nicht distanzieren kann, weil er befĂŒrchtet, dadurch nicht lĂ€nger ĂŒberlebensfĂ€hig zu sein, ĂŒbersieht, dass er durch seine Anpassung an die traditionelle Kulturorganisation zwangslĂ€ufig zu einem stĂ€ndigen „SĂŒnder“ wider die Natur der Erde und der menschlichen Natur wird. Damit gerĂ€t der Einzelne notwendig in die Gefahr, Teil des kulturellen KrebsgeschwĂŒres zu werden, das der Mensch bereits vor 5000 Jahren durch die Erfindung der Sklaverei und der Standeskultur erzeugt hat. Der Mensch hat dieses KrebsgeschwĂŒr bis heute derart fortschrittlich kultiviert, dass es fĂŒr alles Leben der Erde zu einer zunehmenden Existenzbedrohung geworden ist.

Erst wenn der Einzelne begreift, in welch einem widernatĂŒrlichen und asozialen Kultursystem er gefangen ist, wird ihm auch klar, dass es keine biologische Entschuldigung fĂŒr ein „Mitmachen“ geben kann, was immer der Einzelne auch fĂŒr sich als Argument ins Feld fĂŒhren mag. FĂŒr diese fundamentale Tatsache gibt es keine biologischen Kompromisse und auch keine Möglichkeit, sich an einen Gott zu wenden, damit er ein widernatĂŒrliches Verhalten und Wirken entschuldigt, verzeiht und unwirksam macht. Was der Mensch tut, das bewirkt er am Leben und damit auch an allen Lebewesen, die auf der Erde in einer indirekten Verbindung miteinander stehen. Das sind die einfachen Tatsachen, die dem Menschen heute durch die immer brisanter werdende Kulturentwicklung deutlich vor Augen gefĂŒhrt werden. Die Erlösung von dieser Entwicklung kann der Mensch weder an einen Gott delegieren noch auf ein Morgen verschieben, weil das Morgen heute mit jedem neuen „normalen“ Kulturalltag immer unwahrscheinlicher wird. Nur der Entschluss, das widernatĂŒrliche und das asoziale menschliche Verhalten nicht lĂ€nger zu akzeptieren und zu sanktionieren, kann dem Menschen eine Zukunft bescheren.

Die kulturelle Selbstzerstörung des Menschen vollzieht sich heute vor allem durch das vom Menschen erfundene Mittel Geld, da der Mensch im Begriff ist, die Kultur in einen Geldautomaten zu verwandeln, der alles Leben auf der Erde in einer fortschrittlichen Weise diktiert und ausbeutet. Das immense Artensterben, das wir seit einigen Jahrzehnten registrieren, resultiert daher vor allem aus einer bodenlos gewordenen kapitalistischen Agenda, die zunehmend alle natĂŒrlichen LebensrĂ€ume reduziert und vergiftet. Bereits die menschliche Einteilung der Lebewesen in Nutzpflanzen und Unkraut oder in Nutztiere und verzichtbare Tiere trĂ€gt dabei den gefĂ€hrlichen Keim einer holocaustartigen Ideologie in sich, die sich durch eine fortschrittliche Zerstörung der natĂŒrlichen LebensrĂ€ume erfĂŒllt. Kommt der Mensch in Bezug auf diese gefĂ€hrliche Selbstbezogenheit nicht zu einer natĂŒrlichen Besinnung, dann wird der Mensch bis 2035 das NatĂŒrliche und Menschliche so weit aus seinem Kulturleben ausgeschlossen haben, dass er nur noch eine geringe Chance hat, seine Existenz auf lĂ€ngere Sicht fortzusetzen.

Es ist daher notwendig geworden, dass sich der Mensch auf eine biologische und soziale Weise organisiert.

 

4. Die aktuelle Vertrauenskrise

Viele Menschen befinden sich heute anhand der kulturellen Entwicklungen in einer inwendigen Vertrauenskrise, die fĂŒr viel Angst, Chaos und willkĂŒrliche Reaktionen sorgt. Die wesentliche Ursache fĂŒr diese Vertrauenskrise ist in dem widernatĂŒrlichen menschlichen Versuch zu finden, durch die fortschrittliche Industrielle Revolution und ihre technischen Erfindungen das natĂŒrliche Leben durch ein ĂŒbernatĂŒrliches Leben zu ersetzen. DarĂŒber tauscht der Einzelne in einer zunehmenden Weise seine grundlegende AbhĂ€ngigkeit von der Natur durch eine indirekte AbhĂ€ngigkeit von einer absolutistischen Staatsorganisation und von großen Wirtschaftskonzernen ein. Je mehr AutoritĂ€t und Macht ein Konzern oder ein Staat dadurch gewinnt, desto weniger Macht verbleibt dem Einzelnen und den Dorf- und Stadtgemeinschaften.

Ohne dass es der Mensch bislang in einer hinreichenden Weise registriert hat, greift auch in dieser Entwicklung das natĂŒrliche Gesetz der Ökonomie, das in einer grundsĂ€tzlichen Weise dafĂŒr sorgt, dass die FĂ€higkeiten, die ein Lebewesen nicht regelmĂ€ĂŸig einsetzt, abgebaut werden. Der Mensch befindet sich daher heute auch deshalb auf dem Weg in eine schwere kulturelle Existenzkrise, da er in den letzten 35 Jahren seine sozialen FĂ€higkeiten und seine FĂ€higkeiten zu einer dezentralen Selbstorganisation zu sehr vernachlĂ€ssigt hat. Dadurch beharrt der Mensch gegenwĂ€rtig umso mehr auf seinen ĂŒbernatĂŒrlichen kulturbedingten FĂ€higkeiten und verliert zusehends seine FĂ€higkeit zu einer einfachen sozialen Kommunikation und zu kreativen Lebenslösungen. Solange der Mensch daher nicht in einer hinreichenden Weise die „Nebenwirkungen“ in Rechnung stellt, die das Ersetzen des NatĂŒrlichen durch das KĂŒnstliche und Technische notwendig erzeugt, kann er auch nicht nachvollziehen, wie sehr er sich heute durch seine tĂ€gliche Kulturanpassung selbst bedroht.

So sehr die heutigen Luxusprodukte den Menschen auch beeindrucken, so weisen sie die gefĂ€hrliche Schattenseite auf, dass der Mensch in einer immer komplexeren Weise denkt und handelt. Dadurch wird der Mensch zunehmend unfĂ€hig, einfache Lösungen zu sehen und zu praktizieren und produziert in jeder Hinsicht ĂŒberflĂŒssige Probleme und Konflikte. Vielen luxusorientierten Kulturmenschen gilt das Einfache zudem bereits als wertlos.

Diese „normal“ gewordene Pervertierung des natĂŒrlichen Lebens erweist sich als fatal, da der Mensch von Natur aus ein Ă€ußerst einfach und sozial sich organisierendes Wesen ist. Die Interaktionen einer sozialen Gemeinschaft gehen weit ĂŒber das hinaus, was wir im Tierreich an sozialen Organisationslösungen vorfinden. Der Mensch kann daher auf ein stabiles Grundvertrauen in seine Natur und in seine soziale Gemeinschaft nicht verzichten, so dass er ohne ein solches Vertrauen seelisch erkrankt. Daher kann der Mensch auch sein natĂŒrliches Lebensgeschenk nicht einfach durch ein Leben ersetzen, das unnatĂŒrlich ist und ein rein materielles Sicherheitsdenken kultiviert, ohne dass er dadurch unzufrieden wird und widernatĂŒrliche bis destruktive Reaktionen aller Art entwickelt.

Je lĂ€nger der heutige Mensch daran festhĂ€lt, sein grundlegendes Streben nach einer ausgeprĂ€gten sozialen Sicherheit durch eine technische und finanzielle Sicherheit zu ersetzen, desto depressiver, passiver und gleichgĂŒltiger wird der Mensch. Das macht deutlich, dass das absolutistische Kulturexperiment, das der Mensch seit der Industriellen Revolution zu immer neuen „Höhepunkten“ fĂŒhrt, die Menschheit immer stĂ€rker mit einer Selbstvernichtung bedroht. Der Mensch muss daher eingehend ĂŒber die Industrielle Revolution und seine Anbetung der Technik nachdenken und sich regelmĂ€ĂŸig an das Sprichwort „weniger ist mehr“ erinnern. Erst dadurch kann der Mensch dahin gelangen, dass er nur die technischen Produkte nutzt, die mit einem natĂŒrlichen und sozialen Leben vereinbar sind.

Ein solcher Bewusstseinsfortschritt sichert dem Menschen nicht nur eine intakte irdische Natur, sondern ermöglicht ihm auch ein unverzichtbares Grundvertrauen in seine Mitmenschen, als der wichtigsten Voraussetzung dafĂŒr, dass der Mensch seine empathische Menschlichkeit und damit ein konstruktives Kulturleben aufrecht erhalten kann.

 

5. Die germanische NaivitÀt

Wie wichtig eine ausreichende Kenntnis der Geschichte fĂŒr den Menschen ist, erweist sich durch die gefĂ€hrlich gewordene natĂŒrliche NaivitĂ€t der Germanen, welche das Verhalten der entsprechenden heutigen Völker nach wie vor kennzeichnet. Tacitus, ein römischer Geschichtsschreiber, beschreibt die Germanen als sehr gesellige und gastfreundliche Menschen, die derart stark mit der Natur verbunden sind, dass sie in heiligen Hainen ihre einfachen demokratischen Ratsversammlungen und ihre religiösen Riten abhalten. Aus diesem Seelengrund heraus wird verstĂ€ndlich, weshalb die Germanen mehrere Möglichkeiten nicht genutzt haben, Rom einzunehmen. Die ĂŒberaus soziale und stets zu einer Arglosigkeit neigende NaivitĂ€t der Germanen erweist sich heute insbesondere in Bezug auf die ab 800 n. Chr. ĂŒbernommene MentalitĂ€t und Lebensart der Römer fĂŒr die heutigen Völker germanischen Ursprungs als ĂŒberaus gefĂ€hrlich, da sich die Römer auf eine widernatĂŒrliche absolutistische Weise organisiert haben.

Das Kennzeichen der Römer war ein absolutistisches MilitĂ€r, eine verĂ€ngstigende totalitĂ€re Machtideologie und eine zentralisierte Kultur mit einer bodenlosen PolaritĂ€t von Allmacht und Ohnmacht. Diese grundlegenden Kennzeichen einer Standeskultur haben die Römer von den Mesopotamiern, Ägyptern und Griechen ĂŒbernommen und in einen folgenreichen „Fortschritt“ gefĂŒhrt. Der Unterschied zwischen der römischen und der ursprĂŒnglichen germanischen Selbstorganisation verdeutlichte sich vor allem in der militĂ€rischen Organisation, da es bei den Germanen nur einfache, auf einer symbiotischen Gegenseitigkeit basierende militĂ€rische Gefolgschaften gab. Daher war die Teilnahme an einem Krieg fĂŒr den Germanen stets eine persönliche Entscheidung und war eine Sache der LoyalitĂ€t gegenĂŒber seiner Familie und seinem Stamm. Im Gegensatz dazu war die römische MilitĂ€rorganisation von einem Ich-losen absolutistischen Gehorsam geprĂ€gt, wie wir ihn noch heute als Standard in den meisten modernen Kulturen finden. Wie uns Tacitus ebenfalls anschaulich vermittel, waren die Germanen ein Ă€ußerst gastfreundliches und geselliges Volk, so dass wir zusammen mit der dargelegten Naturverbundenheit ein gewisses Bild von der natĂŒrlichen QualitĂ€t der germanischen Seele erhalten.

Die mit der germanischen Seele einhergehende natĂŒrliche germanische NaivitĂ€t wurde von Karl dem Großen mit der Zwangskatholisierung der Germanen erstmals in einer schwerwiegenden Weise verzerrt. Wie naiv die Germanen von Beginn an in Bezug auf die Eigenart der zwanghaften absolutistischen Katholisierung waren, wurde vor allem dadurch deutlich, dass die Kirchen in ganz Europa wie Pilze aus dem Boden sprossen. Nahezu jeder stĂ€dtische Verbund wollte eine eigene Kirche haben. Bis heute hat der Germane keine rechte Vorstellung davon, worauf er sich da tatsĂ€chlich eingelassen hat, da ihm bislang nicht wirklich klar geworden ist, dass die römische Kultur eine unnatĂŒrliche und unmenschliche Kultur war, dessen wesentliches Ziel in einer absoluten Beherrschung allen greifbaren Lebens lag. Das geradezu fanatische römische Machtstreben wurde durch ein automatisiertes MilitĂ€r durchgesetzt, das sich durch einen absoluten blinden Gehorsam formiert hat. Bis heute hat sich an diesem römischen Kulturwesen nichts geĂ€ndert, so dass dieses Wesen dem heutigen Menschen langsam aber sicher zu einer ernsthaften Gefahr wird.

Die Seele der Germanen leidet seit der Annahme der Zwangskatholisierung unter einem regelrechten römischen Psychoterror, der sich bis heute vor allem durch eine doppelte Rechtsprechungspraxis im Alltag der traditionellen Standeskultur vollzieht. Dadurch ist bis heute innerhalb der Kulturen ein „normales“ sado-masochistisches BeziehungsgeschwĂŒr herangereift, das die Gesellschaften von innen heraus vollstĂ€ndig zu vergiften droht. Wir finden heute in nahezu allen Völkern mit germanischem Ursprung eine derartige extremistische Polarisierung des Denkens, FĂŒhlens und Handelns vor, dass wir von einer zunehmenden Haltlosigkeit und Bodenlosigkeit sowohl der persönlichen als auch der gesellschaftlichen Selbstorganisation sprechen können. Dies betrifft auch einen ausufernden aktiven GrĂ¶ĂŸenwahn der „Herrenmenschen“, der mit einer entsprechenden passiven Minderwertigkeitswahn der Massen einhergeht, so dass der Mensch immer mehr zur Entwicklung einer absoluten GleichgĂŒltigkeit tendiert. Daraus entwickelt sich gegenwĂ€rtig ein depressiver Kadavergehorsam gegenĂŒber den jeweiligen AutoritĂ€ten der Kultur, der eine gefĂ€hrliche Verwandlung des NatĂŒrlichen und Sozialen in eine automatisierte und zentralisierte Massenkultur fördert. Dadurch ist das von der Psychologie festgestellte ĂŒberaus destruktive psychologische PhĂ€nomen der „Identifikation mit dem Aggressor“ zu einer derartigen BlĂŒte gekommen, dass sich der Mensch de facto mit einer Selbstzerstörung bedroht.

Die heutigen „Germanen“ entwickeln daher nicht ohne Grund eine ideologische Verlorenheit, eine Tendenz zur Hysterie und verschiedene Angsterkrankungen, die zu einem absolutistischen Sicherheitsdenken fĂŒhren. Dadurch tendieren die heutigen germanischen Völker dazu, das Leben im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode zu kontrollieren und zu regulieren.

Entfernt der heutige Germane nicht den eiternden Stachel der widernatĂŒrlichen römischen Denkungs- und Handlungsart und des absolutistischen römischen Machtstrebens ĂŒber alles Leben aus seiner Seele, dann werden die „einfachen“ Germanen an ihrer natĂŒrlichen arglosen NaivitĂ€t zugrunde gehen, die auf eine tragische Weise zu einer gefĂ€hrlichen kulturellen Betriebsblindheit geworden ist.